Dii darf die Marke „Desertec“ nicht mehr verwenden

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Verfolgt die Desertec Stiftung auch nach dem Ausstieg bei der Dii weiterhin das Ziel, eine Versorgung mit erneuerbaren Energien aus Wüstenregionen zu realisieren?

Ja. Desertec ist eine zivilgesellschaftliche Initiative, die seit etwa 25 Jahren besteht und seit etwa 10 Jahren unter diesem Namen. Sie wird hauptsächlich von Privatpersonen getragen und ist weltweit aktiv.

Die Stiftung allein wird die Vision nicht umsetzen können.

Die Zusammenarbeit mit der Industrie in der Dii war eine große Chance für die Desertec Stiftung. Sie ist nun aber leider gescheitert, da die Stiftung nicht weiter mit ansehen wollte, wie sich immer mehr Unterstützer von dem Konzept Desertec abwenden. Wir haben weltweit andere Partner, mit denen wir zusammenarbeiten können.

Werden Sie neue Firmen für eine Zusammenarbeit ansprechen? Wird es ein neues Konsortium nach Dii-Vorbild geben?

Wir wollen weiterhin mit Firmen zusammenarbeiten. Auch derzeit gibt es bereits Projekte, die wir im Auftrag des Auswärtigen Amtes mit Unternehmen wie SAP in Nordafrika realisieren. Auch die Entwicklung in Saudi-Arabien begleiten wir und sehen dort große Chancen. Daneben sind wir aber auch in Südost-Asien und seit kurzem auch in Chile, Peru und Brasilien aktiv, um das Desertec-Konzept weltweit bekannt zu machen.

Die Desertec Stiftung ist alleinige Inhaberin der Markenrechte an Desertec heißt es in ihrer Mitteilung. Werden Sie es nun der Dii untersagen, diesen Namen für ihr Projekt weiter zu nutzen?

Die Stiftung hat die Dii daraufhin gewiesen, dass sie ab sofort die Verwendung der Marke "Desertec"  in der Öffentlichkeit sowie in ihren Konzepten und Publikationen zu unterlassen hat.

Gibt es bereits Gespräche den Verkauf der Markenrechte an die Dii?

Dazu nur soviel: Es gab bereits vor drei Jahren Gespräche über eine Lizenzierung der Marke Desertec mit den Dii-Vertretern. Diese sind damals allerdings gescheitert.

Das Interview führte Sandra Enkhardt.

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