Interview: Rund 20.000 Menschen haben in Deutschland nach Aussage von Marcus Vietzke, Koordinator der AG Stecker-PV der DGS – Berlin Brandenburg e.V., bereits steckbare Solarmodule installiert. Sie bewegen sich dabei in einer rechtlichen Grauzone. Die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) hat nun einen Normentwurf veröffentlicht, der wenig Fortschritte und eher noch neue Hürde aufbaut, wie Vietzke im pv magazine-Interview erklärt. Gesammelte Erfahrungen aus den Nachbarländern bei der viel diskutierten Sicherheit von Steckdosenmodulen werden im DKE-Entwurf außer Acht gelassen.
Vier Wohngebäude zweier Bauherrengemeinschaften werden nun mit Solarstrom vom eigenen Dach versorgt. Rund 50 Wohnparteien können damit künftig vom Photovoltaik-Mieterstrommodell profitieren.
Bundeswirtschaftsminister und EU-Wettbewerbskommissarin haben sich auf ein Energiepaket verständigt, das unter anderem Regelungen im Gesetz zur KWK-Förderung und EEG 2017 betrifft. So soll der Eigenverbrauch bei EEG-Bestandsanlagen weiterhin befreit bleiben, solange die Anlagen nicht grundlegend modernisiert werden. Auch die technologieübergreifenden Ausschreibungen für Windkraft und Photovoltaik, die 2018 getestet werden sollen, sind Teil der Einigung zwischen Berlin und Brüssel.
Die Bundesnetzagentur hat nun weitere Ergebnisse zur aktuellen Photovoltaik-Ausschreibungsrunde vorgelegt. Dabei zeigt sich, dass der Bieter mit dem niedrigsten Gebot der Runde mit 6,80 Cent pro Kilowattstunde offenbar doch kalte Füße bekam und neben ihm noch zwei weitere erfolgreiche Bieter, die Zweitsicherheit nicht oder nicht in korrekter Höhe leisteten.
Auch in der fünften Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen wird es kein Nachrückverfahren geben. Die erfolgreichen Bieter haben nun 18 Monate Zeit, die Projekte abschlagsfrei zu realisieren.
Das Nachbarland will den Photovoltaik-Zubau in den kommenden Jahren beschleunigen. Die Regierung gab nun sechs Ausschreibungstermine mit jeweils 500 Megawatt Volumen für Freiflächenanlagen zwischen 500 Kilowatt und 17 Megawatt bekannt.
Windkraft und Photovoltaik sorgen mittlerweile für mehr Wettbewerb in dem südamerikanischen Land. Dies zeigen die jüngsten Ausschreibungsergebnisse ebenso wie die steigende Nachfrage nach solarem Eigenverbrauch.
Mehr als ein Dutzend chinesische Photovoltaik-Hersteller sind zum einen wegen Umgehung der geltenden Mindestimportpreise für kristalline Solarzellen und -module ausgeschlossen worden oder haben sich mittlerweile freiwillig von der Vereinbarung zurückgezogen. Im Fall von Ningbo und Shandong Linuo werden nun für einige Modullieferungen nachträglich Anti-Dumping- und Anti-Subventionszölle von rund 50 Prozent fällig, weil nachweislich gegen das Undertaking verstoßen worden ist.
Für insgesamt 19 Zuschläge ist bislang eine Förderberechtigung abgerufen worden, die sich auf 17 Photovoltaik-Freiflächenanlagen verteilen. Gut 100 von 650 Megawatt aus den ersten vier Runden sind damit realisiert und am Netz.
Nach Ansicht der Grünen-Politiker gibt es einen einfachen Weg für mehr Netzintegration von Photovoltaik, Windkraft und Biomasse. Eine feste Vergütung für Kombikonzepte wäre eine Lösung, doch diese Chance wurde in der aktuellen EEG-Novelle verpasst.