Im Dezember ist das Plus für die Übertragungsnetzbetreiber nochmal deutlich gestiegen. Ab diesem Jahr beträgt die einkalkulierte Liquiditätsreserve nur noch fünf statt zehn Prozent. Für Anlagenbetreiber in der Direktvermarktung nach dem EEG 2014 gab es ein böses Weihnachtsgeschenk – gleich an drei Tagen war der Strompreis über Stunden negativ.
Der österreichische Photovoltaik-Verband fordert eine Reform des Ökostromgesetzes, um mehr Fördermittel für Photovoltaik-Anlagen frei zu machen. Zu Jahresbeginn sind die Einspeisetarife für Photovoltaik-Anlagen in der Alpenrepublik um vier Prozent gesunken.
Anträge können zwar seit Anfang Januar wieder gestellt werden, doch noch kann die KfW keine Tilgungszuschüsse gewähren. Das Bundeswirtschaftsministerium erwähnt dies mit keiner Silbe, sondern verweist nur auf die 30 Millionen Euro, die im Etat eingestellt und noch längst nicht ausgeschöpft sind. Der Bundesverband Solarwirtschaft wiederum betont die weiter gewachsene Wirtschaftlichkeit von Speichersystemen in Kombination mit Photovoltaik-Dachanlagen.
Bei der aktuellen Überprüfung der seit 2012 geltenden Anti-Dumping- und Anti-Subventionszölle blieben die Tarife für die chinesischen Zellhersteller ansonsten etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Es wird erwartet, dass nur wenige große chinesische Photovoltaik-Hersteller die Importzölle am Ende zahlen werden.
Die 13 Photovoltaik-Kraftwerke mit jeweils einem Megawatt Leistung will das chinesische Unternehmen bis Ende des Jahres fertigstellen. Die Ausschreibung hatte ein Gesamtvolumen von 100 Megawatt, wobei nur Gebote für Photovoltaik-Anlagen bis einem Megawatt zulässig waren.
Zwar haben Photovoltaik, Windkraft & Co. 2016 soviel Strom produziert wie nie zuvor, dennoch droht die Bundesregierung ihre Ziele beim Klimaschutz und der Energieeffizienz bis 2020 zu verfehlen. Agora Energiewende fordert deshalb zügig Gespräche über einen Kohleausstieg zu beginnen. Zudem sollte angesichts der steigenden Haushaltsstrompreise das System der Steuern, Abgaben und Umlagen auf Energie komplett überarbeitet werden.
Etwa 100 Anträge von Privatpersonen, Unternehmen, Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften verzeichnete der Freistaat in den ersten sechs Wochen des Förderprogramms „Solar Invest“. Insgesamt rund 3,4 Millionen Euro stehen für die Unterstützung von Photovoltaik-Anlagen, Speichersystemen und Mieterstromkonzepten zur Verfügung.
Bereits 2015 waren Batteriespeicher für Photovoltaik-Anlagen ein attraktiveres Investment für die Deutschen als ein neues Elektrofahrzeug. Dabei sind hierzulande im vergangenen Jahr so viele Neuwagen wie lange nicht mehr verkauft worden, allerdings nur 0,3 Prozent davon waren Elektroautos.
Was ist in Erinnerung geblieben aus den zurückliegenden zwölf Monaten, welche Themen haben die Photovoltaik-Branche in Deutschland, aber auch weltweit beschäftigt? pv magazine hat die wichtigsten Ereignisse und Nachrichten in einem kleinen Rücklick zusammengetragen. Das pv magazine-Team bedankt sich bei allen Lesern für das Interesse und rege Feedback. Wir wünschen besinnliche Weihnachtstage sowie einen guten Start ins neue Jahr.
Im kommenden Jahr will Maxsolar für das Erholungszentrum Nadeshda in dem von der Reaktorkatastrophe betroffenen Gebiet eine Photovoltaik-Freiflächenanlage zur Eigenversorgung mit Solarstrom bauen. 300.000 Euro an Spendengelder fehlen noch.