Thüringen verzeichnet guten Start seines Photovoltaik-Förderprogramms

Das Thüringer Umweltministerium zeigt sich mit dem Start seines Photovoltaik-Förderprogramms „Solar Invest“ sehr zufrieden. In den ersten sechs Wochen des im November gestarteten Programms seien etwa 100 Anträge von Privatpersonen, Unternehmen, Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften eingegangen. Damit seien rund 1,3 der 3,4 Millionen Euro für den Ausbau der Photovoltaik samt Speichersystemen sowie der Verbreitung von Mieterstromkonzepten abgerufen worden, hieß es aus dem Ministerium. „Viele Dächer in Thüringen bieten noch großes Potenzial, um Strom dezentral, wirtschaftlich und klimafreundlich zu gewinnen. Wir wollen deshalb den Trend zur Solaranlage auf dem eigenen Dach unterstützen“, erklärte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund.

Der Freistaat unterstützt mit seinem Programm „Solar Invest“ sowohl Investitionen in Photovoltaik-Anlagen und Speichersysteme als auch neue Erzeugungs- und Verbraucherkonzepte. Mit bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten werden neue Photovoltaik-Anlagen gefördert, deren Solarstrom für die Eigen- und Direktversorgung genutzt und nicht ins öffentliche Netz eingespeist wird. Der gleiche Fördersatz gilt nach Angaben des Ministeriums für Neu- oder Ersatzinvestitionen in neue oder erweiterte Strom- und Wärmespeichern. Bis zu 50 Prozent Zuschuss seien möglich, wenn bestehende Photovoltaik-Anlagen mit einem stationären Batteriespeicher nachgerüstet würden und der Strom selbst verbraucht werde.

Mieter von Wohn- und Gewerbegebäuden seien bislang von den positiven Effekten der Energiewende ausgeschlossen gewesen, heißt es weiter. Daher würden mit „Solar Invest“ erstmals Investitionen sowie Beratungsleistungen und Machbarkeitsstudien zur Realisierung von innovativen Mieterstrommodellen mit bis zu 80 Prozent gefördert. „Mieterstrommodelle bringen die Energiewende in unsere Städte und bieten erstmals auch Bürgerinnen und Bürgern ohne Wohneigentum die Möglichkeit, durch günstigen Solarstrom direkt von der Energiewende zu profitieren“, so Siegesmund weiter.

Anträge auf die Förderung können bei derThüringer Aufbaubank gestellt werden. Neben Thüringen hat auchNordrhein-Westfalen zum November 2016 ein eigenes Förderprogramm für stationäre Photovoltaik-Speicher und Mieterstrommodelle gestartet. Die maximal mögliche Zuwendung liegt nach Landesangaben bei 30.000 Euro pro Vorhaben. (Sandra Enkhardt)