Die Erwartungen der Hersteller von Photovoltaik-Maschinen an das laufende Geschäftsjahr werden sich wohl nicht erfüllen. Auch 2012 dürfte das Marktumfeld schwierig bleiben.
Standort Deutschland: Hersteller von Solarzellen und -modulen müssen enger mit Maschinen- und Anlagenbauern kooperieren. Dies war eine der zentralen Forderungen auf einer Veranstaltung in Erfurt, die alle Beteiligten zusammenbrachte.
Wechselrichter: Am 1. Januar tritt die neue Niederspannungsrichtlinie in Kraft. Vorher versuchen Hersteller und Händler, die Wechselrichter, die die neuen Anforderungen nicht erfüllen und bei denen sich keine Nachrüstung lohnt, zu Tiefpreisen loszuschlagen.
Einspeisemanagement: Die EEG-Novelle für das Jahr 2012 schreibt vor, dass Photovoltaikanlagen künftig zum sogenannten Einspeisemanagement fähig sein müssen. Doch wie diese Vorgabe technisch umgesetzt werden soll, ist völlig unklar. Die pauschale Abregelung von kleinen Anlagen auf 70 Prozent ihrer Leistung, die wahlweise möglich ist, stellt für viele Akteure auch keine Alternative dar.
Photovoltaik Global 30: Positive Nachrichten sind in der Welt der börsennotierten Solarunternehmen derzeit Mangelware. Der Branchenindex rutschte weiter ab.
Geschäftsklima: Die aktuellen Umfragewerte haben sich in diesem Monat deutlich erholt. In allen Regionen sind inzwischen die Optimisten der Branche in der Mehrheit.
Modulpreise: Die Nachfrage im dritten Quartal war lange nicht so hoch wie erwartet – trotz des Preisverfalls. Dieser wird sich voraussichtlich bis Ende des Jahres fortsetzen.
Saisonbedingt haben Photovoltaik-Hersteller besonders zum Jahresanfang oft Probleme, ihre Produkte abzusetzen. Suntech will nach Medienberichten daher seine Produktion im ersten Quartal etwas drosseln.
Das laufende Jahr hat bezüglich des weiteren Ausbaus der Photovoltaik sicher nicht alle Erwartungen vollends erfüllt. Die Handwerker, die im Geschäft mit Photovoltaik-Anlagen aktiv sind, erwarten für das kommende Jahr keine großen Veränderungen.
In China will das vertikal integrierte Photovoltaik-Unternehmen eine neue Fabrik für die Herstellung von Polysilizium bauen. Langfristig will LDK Solar damit seine Kapazitäten verdreifachen und damit auf die erwartet steigende Nachfrage ab 2014 vorbereitet sein.