Forum Solarpraxis: Schon im kommenden Jahr wird die Photovoltaik zum Käufermarkt. Dies ist eine der Botschaften des 9. Forums Solarpraxis im Berliner Hilton, das mit über 800 Teilnehmern einen neuen Besucherrekord meldete.
Spanien: Die deutsche Solarbranche blickt mit Sorgenfalten ins Jahr 2009: Neben sinkenden Fördersätzen des EEG 2009 in Deutschland und Kreditproblemen durch die Finanzkrise droht ein kräftiges Umsatzminus durch Subventionskürzungen im bisherigen europäischen Eldorado des Solarstroms.
Finanzkrise: Was als Bilanzproblem der Banken begann, erschüttert inzwischen die Realwirtschaft – und auch die Photovoltaikbranche. Langfristig jedoch könnte die PV sogar von der Krise profitieren. Denn die fundamentalen Daten und Rahmenbedingungen sprechen nach wie vor für die erneuerbaren Energien.
Klagemauer: Lange Lieferzeiten sind nicht mehr das drängendste Problem der Handwerksbetriebe. Dafür klagen sie jetzt über die hohen Preise.
Winterlich: Sowohl die Elektrohandwerker als auch die Kollegen des Bereichs Sanitär, Heizung, Klima rutschen in eine kleine Winterdepression. Die allgemeine Angst vor einem wirtschaftlichen Abschwung geht an der Branche nicht spurlos vorbei.
Modulpreise: Das Angebot ist größer als die Nachfrage, die Preise sinken besonders für kristalline Module auf breiter Front – trotzdem hat das Interesse an Photovoltaikmodulen zum Jahresende nicht so angezogen wie gewohnt. Mit Blick auf das Jahr 2009 macht sich bei Herstellern und Solarteuren jedoch bereits jetzt Optimismus breit.
„Energie vom Land“ heißt das neuste Finanzierungsprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank zur Förderung erneuerbarer Energien.
Nach einem Spitzengespräch hat die Politik der Erneuerbaren-Energien-Branche staatliche Unterstützung zugesagt. Eine Schlüsselrolle wird dabei die KfW Förderbank übernehmen.
Bosch und Ersol wollen in Arnstadt eine neue Fabrik für kristalline Solarzellen und -module bauen. Bis 2012 könnten damit 1100 neue Arbeitsplätze entstehen. Bund und Land wollen sich an der Investition beteiligen.
Mehr als 20 Unternehmen und wissenschaftliche Institutionen haben sich zu einem länderübergreifenden Netzwerk „Photovoltaik“ zusammengeschlossen. Die Koordination übernehmen zunächst die TSB Innovationsagentur Berlin und die ZukunftsAgentur Brandenburg.