Hier finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Meldungen der Woche, Interviews und Analysen.
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Erstmals erzeugten die Erneuerbaren-Anlagen in der EU im vergangenen Jahr mehr Strom als die Kohlekraftwerke. Trotzdem stagnierte insgesamt der Erneuerbaren-Anteil an der Stromerzeugung, so ein Bericht von Agora Energiewende und Sandbag. Zwar legte die Windkraft deutlich zu, auf der anderen Seite ging die Wasserkraft witterungsbedingt deutlich zurück. Für die Zukunft sehen die beiden Think Tanks vor allem in der immer günstigeren Photovoltaik viel Potenzial.
Nach Berechnungen des Verbands würde Deutschland seine Klimaschutzziele für 2020 erst im Jahr 2038 erreichen, wenn die Politik das bisherige Tempo beibehält. Daher richtet der Bundesverband Erneuerbare Energie nun diverse Forderungen an die Politiker von Union und SPD, die derzeit über die Neuauflage einer Großen Koalition verhandeln.
Interview: Soventix konzentriert sich seit Jahren auf Photovoltaik-Projekte in Entwicklungsländern. Für eine nigerianische Bank baut das deutsche Photovoltaik-Unternehmen jetzt an elf Niederlassung Hybridanlagen, die künftig die Geldautomaten an den Wochenenden mit Strom versorgen sollen. Soventix-CEO Thorsten Preugschas erklärt im Gespräch mit pv magazine, worin die besonderen Herausforderungen bei solchen Projekten liegen und wieso sich Investitionen in Nigeria rechnen.
Der Strombedarf für die Elektromobilität ist überschätzt – denn mit dem Ende des Verbrennungsmotors sparen wir auch eine Menge Strom ein. Ein Gedankenexperiment.
Durch eine intelligente Steuerung des Ladens von Elektroautos lassen sich die Verteilnetze künftig deutlich entlasten. Die entsprechende Technik etwa von EEBus ist dabei kurz vor der Markteinführung. Trotzdem besteht unter den bisherigen Bedingungen für die Netzbetreiber ein Interessenskonflikt.
Bei den Koalitionsverhandlungen sollten Union und SPD über die geplanten Sonderausschreibungen für Photovoltaik und Windkraft hinausgehen, wenn das Ausbauziel bei erneuerbaren Energien bis 2030 erreicht werden soll. Das Solar Cluster Baden-Württemberg fordert unter anderem die Aufhebung des 52-Gigawatt-Deckels für die Solarförderung sowie neue Anreize bei Eigenverbrauch und Quartierslösungen. Umwelt- und Energieverbände wollen zudem eine schnellere Abschaltung der Atomkraftwerke.
Der Berliner Think-Tank schlägt in einem neuen Impulspapier ein EU-Bürgschaftsprogramm vor, mit dem die Kapitalkosten in Osteuropa gesenkt werden könnten. Windkraft und Photovoltaik sollen dadurch in diesen Ländern wettbewerbsfähig werden. Es sollen damit ähnliche Finanzierungskosten wie in Deutschland erreicht werden.
Mit Coneva hat das hessische Photovoltaik-Unternehmen in der vergangenen Woche eine neue Tochtergesellschaft gegründet. pv magazine interviewte Geschäftsführer Jochen Schneider, um mehr Hintergründe zu Coneva und dessen digitalen Geschäftsplänen zu erfahren.
Interview: Der Iran will in den kommenden Jahren neue Photovoltaik- und Windkraftanlagen mit fünf Gigawatt zubauen. Die ersten Stromabnahmeverträge sind dafür bereits geschlossen. Das deutsche Unternehmen Geon sicherte sich eine Förderung für einen Solarpark mit 120 Megawatt Leistung. Geschäftsführer Sharam Roghani erklärt im Interview, warum das nur die halbe Miete ist und warum die Finanzierung von Projekten im Iran so schwierig ist. Noch hat er keine finanzierende Bank gefunden und die Zeit wird knapp.
Der Energiekonzern hat vor einigen Jahren den Sprung in die neue Energiewelt gewagt. Nun eröffnete der Eon-Vorstandschef die Handelsblatt Jahrestagung Energiewirtschaft in Berlin mit Worten, die seinen Sinneswandel zementieren sollen, auch wenn er sich nicht zum neuen aufrechten Kämpfer gegen Kohlekraftwerke stilisieren lassen wollte.