Claudia Kemfert vom DIW und andere renommierte Forscher begrüßen die Entscheidung der Bundesregierung, das Förderende für die Photovoltaik aufzuheben. Einen energiepolitischen Aufbruch sehen sie in den Beschlüssen aber nicht. Nun müsse der Ausbau der Solar- und vor allem der Windenergie an Land stark beschleunigt und ein neuer Energie-Rechtsrahmen geschaffen werden.
Die schwarz-rote Koalition einigt sich auf neue Abstandsregeln für die Windenergie an Land. In der Folge kann endlich auch der 52 Gigawatt-Deckel für die Photovoltaik aus dem EEG gestrichen werden. Bei Grünen-Politikern und Energieverbänden herrscht große Erleichterung. Allerdings ließ Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier noch offen, wie zügig die Abschaffung nun umgesetzt wird.
Zwischen Ostfriesland und dem Eichsfeld wurden im vergangenen Jahr 308 Megawatt Photovoltaik-Leistung neu installiert. Damit waren in Niedersachsen Ende 2019 insgesamt 4200 Megawatt am Netz.
In einem Treffen der mit Klimapolitik befassten Ministerien Deutschlands und Frankreichs fordern die Teilnehmer, bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise den Fokus auf Nachhaltigkeit zu legen. Der European Green Deal biete dafür den passenden Rahmen.
Ein- und Zweifamilienhausbesitzer erhalten für einen mit einer Photovoltaik-Anlage gekoppelten Speicher zwischen 500 und 3200 Euro. Wer dazu eine Ladestation für Elektrofahrzeuge installiert, bekommt 200 Euro extra.
Der Öko-Energieversorger verlangt von der Bundesregierung unter anderem, das Ausbauziel für die Photovoltaik auf zehn Gigawatt jährlich anzuheben und ein Markprogramm für Dachanlagen bis 30 Kilowatt aufzulegen. PPA- und Mieterstrommodelle sollen gestärkt werden.
Die von der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg in Auftrag gegebene Studie empfiehlt einen Zubau von 13 Gigawatt installierter Leistung bis 2030. Damit lassen sich die CO2-Emissionen bis 2030 um fünfzig Prozent gegenüber 1990 senken. Vor allem die Photovoltaik hat noch viel Potenzial.
Der Versorger stellt 30.000 Euro bereit, um seine Bürgerenergie-Partnergesellschaften bei Photovoltaik-Projekten zu unterstützen, die durch den Solardeckel gefährdet sind. Mit dem Geld sollen vor Baubeginn anfallende Vorlaufkosten abgesichert werden.
Im ersten Quartal 2020 hat Eon seinen Nettogewinn um sechs Prozent auf 691 Millionen Euro gesteigert. Dabei profitierte der Konzern von der Übernahme der Netzgeschäfte von Innogy. Eon-Chef Johannes Theyssen fordert die Begrenzung der EEG-Umlage auf fünf Cent pro Kilowattstunde.
Die Warschauer Anwaltskanzlei SolivanPontes und die Berliner Unternehmensberatung Enervis erwarten, dass sich bei den kommenden Ausschreibungen viele Photovoltaik-Großprojekte durchsetzen werden. Aktuell liegen Netzanschlussanträge für Projekte mit einem Volumen von zusammen zwei Gigawatt vor.