Der Netzbetreiber sieht die Ursache des großflächigen Stromausfalls im April in der „Fehlfunktion“ einer Photovoltaik-Anlage in Badajoz. Er hat sie nach eigenen Angaben „perfekt identifiziert“. Sie soll eine „erzwungene Frequenzschwingung“ verursacht haben.
Die spanische Ministerin für den ökologischen Wandel, Sara Aagesen, hat einen offiziellen Bericht über den Stromausfall vom 28. April vorgelegt. Sie kündigte außerdem elf Maßnahmen zur Stärkung der Netzstabilität und zur Vermeidung künftiger Zwischenfälle an.
Im Zuge des Europäischen Netzpakets wird der Schwerpunkt auf dem Ausbau der Energiespeicherkapazität liegen. Damit sollen günstige Rahmenbedingungen für Investitionen in die Elektrifizierung mit erneuerbaren Energie geschaffen werden.
pv magazine sprach mit Garikoitz Sarriegi, Senior Project Manager bei Kiwa PI Berlin Ibérica, über den von der Nachrichtenagentur veröffentlichten Bericht. Darin heißt es, in Wechselrichtern und Batterien aus China seien Geräte gefunden worden, die für Spionage und Sabotage anfällig sind.
Die spanische Ministerin für den ökologischen Wandel hat bestätigt, dass das Problem weder mit den Reserven oder der Netzabdeckung noch mit der Größe der Netze zusammenhing. Die Regierung prüft auch einen Zusammenhang mit den Schwankungen, die im europäischen Netz eine halbe Stunde vor dem Stromausfall verzeichnet wurden.
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte, dass die Ursache für den jüngsten Stromausfall weder ein Überschuss an erneuerbaren Energien noch ein Mangel an Atomstrom gewesen sei. Die Regierung werde das Stromnetz reformieren, einen unabhängigen Bericht aus Brüssel einholen sowie eine nationale Untersuchung einleiten.
Insgesamt wurden 8,5 Tonnen Kupfer sichergestellt, die aus Photovoltaik-Anlagen in Andalusien, Extremadura und Avila gestohlen wurden. Die Polizei verhaftete 32 Personen im Zuge der Operationen „Kupfer“ und „Plácaro“.
Ziel der „European Energy Storage Inventory“ ist es, alle europäischen Energiespeicherprojekte nach Status – in Betrieb, geplant und im Bau -, nach Standort und nach Technologie zu erfassen. In Deutschland sind bisher die meisten Projekte verzeichnet.
Das Projekt „Baumgarten Solar“ besteht aus einer 366 Kilowatt starken vertikalen Photovoltaik-Freiflächenanlage und einem Batteriespeicher mit 2,5 Megawatt Leistung und 3 Megawattstunden Kapazität. Die Photovoltaik-Anlage dient dabei zur Zwischennutzung der Flächen, bis das Gewerbegebiet vollständig erschlossen ist.
Das Projekt zielt auf die Produktion von 24.000 Tonnen pro Jahr Lithiumhydroxid für Batterien ab und kombiniert die unterirdische Solegewinnung mit dazugehörigen geothermischen Anlagen in einem geschlossenen Flüssigkeitskreislauf, einer Lithiumextraktionsanlage und einer Raffinationsanlage.