Geschäftsmodelle: Gewerbebetriebe können sich mit Photovoltaik, Batteriespeichern und Elektroladestationen einträgliche Erlösquellen erschließen, wenn sie die komplexen Optimierungen automatisieren können. Intraday-Handel und Treibhausgasminderungsquoten sind die neuen Stichworte, sagen manche. Was steckt dahinter?
Marktübersicht Teil 4: Im Vergleich zu Elektroladepunkten für Privatkunden kann die Komplexität der Lösungen für Gewerbebetriebe deutlich größer sein. Es gibt mehr Anforderungen, die man auf unterschiedliche Art und Weise bedienen kann. Noch ist nicht entschieden, wer diesen Gewerbe- und Mehrfamilienhaus-Markt auf der Installationsseite besetzen wird. Welche Möglichkeiten haben typische Photovoltaik-Installationsbetriebe?
Freiflächenanlagen: Die stark gestiegenen Modulpreise wirken sich negativ auf die Kalkulation vieler Projektierer aus. Doch sie sind beileibe nicht das einzige Problem, mit dem die EPC-Unternehmen hierzulande zu kämpfen haben. Die beschlossene Verlängerungsregel für die Realisierung von Freiflächenanlagen aus den Ausschreibungen scheint dabei nur bedingt hilfreich.
Elektromobilität: Immer mehr Betriebe sind mit der Installation von Elektroladesäulen beschäftigt. Matthias Suttner von The Mobility House gibt eine Einschätzung, wie sich der Markt entwickelt und wohin die Reise bei den Wallboxen geht.
Kältewende: Trotz regelmäßig auftretender Hitzewellen gibt es kaum Klimaanlagen in Deutschland. Da mag es ein gutes Verkaufsargument für eine mit viel Photovoltaik betriebene Wärmepumpe sein, dass man mit dieser auch kühlen kann. Das geht ohne große Zusatzkosten, wenn man ein paar Dinge beachtet.
Technologie: Wärmepumpen schaffen zwar mittlerweile hohe Vorlauftemperaturen, mit denen sie die meisten Heizanlagen in Altbauten ausreichend bedienen. Doch noch wird diskutiert, welche Effizienz sie erreichen. Neue Kältemittel könnten diese erhöhen.
Steuertipps: Das Bundesfinanzministerium wollte Betreiber kleiner Photovoltaikanlagen entlasten, indem es eine Befreiung von der Steuerpflicht gewährte. Doch die gut gemeinte Regelung lässt viele Fragen offen und wirft neue auf. Ein kürzlich veröffentlichtes Update beantwortet einige davon.
Lademanagement: Solaredge hat das ganze System im Blick, wenn es um Photovoltaik, Speicher und Elektroautos geht. Prinzipiell ist das Unternehmen für offene Schnittstellen, doch bei der Anbindung der Wallbox setzt es zunächst auf ein komplett eigenes System.
Netzdienstleistungen: Elektroautos können im Prinzip zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Experten des Beratungsdienstleisters Intelligent Energy System Services haben nun an einem Beispiel die Relevanz solcher Lösungen analysiert.
THG-Minderungsquoten: Seit einigen Monaten spricht man in der Branche über Treibhausgas-Minderungsquoten. Mit diesen können nicht nur private Elektroautobesitzer Geld dazuverdienen. Betreibt man eine öffentliche Ladesäule mit Solarstrom, kann das Geld nur so sprudeln.