von ESS News
Die Volta Foundation hat ihren jährlichen Batteriebericht für 2025 veröffentlicht, der mittlerweile einen Umfang von 750 Seiten hat und Daten sowie Arbeiten von 120 Batterieexperten von mehr als 90 Institutionen enthält. Der Bericht umfasst die globale Batterieindustrie in den Bereichen Elektrofahrzeuge, stationäre Speicherung und zahlreiche andere Anwendungsfälle für Batterien, von Lieferketten über Produktion bis hin zu Forschung und Entwicklung und mehr.
Batteriespeichersysteme überschreiten 100 Gigawatt Zubau pro Jahr
Der Bericht für 2025 stellt fest, dass der Zubau von Batteriespeichern um 104 Gigawatt/ 257 Gigawattstunden auf eine weltweit installierte Leistung und Kapazität von 267 Gigawatt/610 Gigawattstunden gestiegen ist. Er hat damit erstmals die 100-Gigawatt-Marke überschritten. Etwa 40 Prozent der kumulierten Batteriespeicher-Kapazitäten sind allein im Jahr 2025 installiert worden, wobei die Kosten im Jahresvergleich um 31 Prozent gesunken sind.
Der detaillierte Bericht enthält eine Vielzahl von Diagrammen. Ein guter Ausgangspunkt sind die Top 10-Länder nach installierter Batteriespeicher-Leistung und Kapazität im Jahr 2025 (Angaben in Gigawatt und Gigawattstunden):

Quelle: Volta Foundation "Batteriereport 2025"
Bemerkenswert sind die vollständige Dominanz Chinas, die stabile Position der USA, der Aufstieg Australiens und Saudi-Arabiens sowie die Entwicklung Kanadas. Der mittlerweile reifere Markt Großbritannien verzeichnete dagegen nur ein geringeres Wachstum, bleibt aber insgesamt einer der weltweit führenden Märkte.
Kosten um 70 Prozent seit 2022 gesunken
Daten aus dem Bericht, die Bloomberg NEF Volta zur Verfügung gestellt hat, zeigen, dass die Kosten für schlüsselfertige Speicher (die alle Batterie- und Elektrokomponenten sowie die Managementsoftware umfassen) von 2024 bis 2025 um weitere 31 Prozent auf 117 US-Dollar pro Kilowattstunde gesunken sind, eine Zahl, die durch Gewichtung der globalen Durchschnittswerte ermittelt wurde. Dies entspricht einem Rückgang von fast 70 Prozent seit 2022. Wie der Bericht feststellt, bedeutet dies, dass mit denselben Capex-Kosten im Jahr 2025 ein System gebaut werden könnte, das – gemessen in Megawattstunden – dreimal so groß ist wie ein System aus dem Jahr 2022.

Quelle: Volta Foundation "Batteriereport 2025"
Der Bericht stellt außerdem fest, dass die Kosten in China mit 63 US-Dollar pro Kilowattstunde im Vergleich zu 120 US-Dollar pro Kilowattstunde in Europa sehr niedrig sind.
Eine weitere nützliche Folie in dem Bericht zeigt die wachsenden Probleme mit Projekten und Wartezeiten für den Netzanschluss und die finale Netzanbindung in verschiedenen Ländern, wobei Deutschland aufgrund seiner langen Warteliste besonders hervorgehoben wird:
Langzeit-Speicher
Der Bericht beschreibt auch die derzeitige Stimmung hinsichtlich der Unterstützung und der Erwartungen für Langzeit-Energiespeicher (acht Stunden und länger). Die Autoren stellen fest, dass die Politik nach wie vor von entscheidender Bedeutung ist, damit Projekte eine endgültige Investitionsentscheidung erreichen können. Der Bericht stellt fest, dass außerhalb Chinas nur 0,5 Gigawatt an Langzeit-Energiespeicher-Projekten in Betrieb sind und dass Projekte auf Lithium-Ionen-Basis einen Großteil der Projektpipelines ausmachen.
Noch mehr Daten aus dem Bericht finden Sie im englischsprachigen Original-Artikel auf ESS News.
Der „Batteriebericht 2025“ ist zudem in digitaler Form verfügbar. Wie bereits in der Vergangenheit wird im Laufe des ersten Quartals 2026 eine vollständige Version zum Herunterladen folgen.
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Und hier verhindern wir weiterhin Batteriespeicher. Dümmer geht’s nimmer. Es sollen halt die Geschäftsmodelle des alten Stromerzeugungssystems erhalten werden mit den intransparent hohen Strompreisen.
Wacker Chemie darf sich keinen eigenen Windpark bauen und soll teueren Strom kaufen. Windkraftgegner erzeugen ungewollt Deindustriealisierung.
BASF baut in Shenzen eine Chemiefabrik und bekommt Strom per Direktvertrag billigst.
Wer könnte (oder wollte, i. S. von will) das mit Innovation kompensieren, in D.?
Wo geht man dann hin, zu moralisch integeren ‚Gesellschaften‘ oder in ‚Wachstumsregionen‘, beliebig, profitorientiert oder ’nachhaltig‘ (um ‚langfristig‘ zu vermeiden)?
beides gleichzeitig, scheint seltener (heutzutage?), wobei dabei auch pers. Erfahrungen eine (entscheidende) Rolle einnehmen können(?)
Bereits heute ist Strom aus PV/Wind inkl. Speicher günstiger als jede andere Energiequelle. Das bedeutet für Investoren geht es nicht mehr darum erneuerbare Energien auszubauen, sondern alte teure Kraftwerke (Öl/Kohle/Gas/Atom) zu ersetzen. Ein gutes Zeichen dafür kommt wieder mal aus China. Dort werden zwar immer noch viele neue Kohlekraftwerke gebaut. Aufgrund der hohen Betriebskosten gehen diese aber kaum in Betrieb.
Mal angenommen, die Preisentwicklung geht bei Batterien noch 2-3 Jahre so weiter. Welcher Haushalt würde sich dann keinen Akku mit Börsenstromanbindung ins Haus holen? Der Markt wird immer größer und der Wandel geht immer schneller. „Leider“ baut nur China bzw. chinesische Unternehmen ihre Kapazitäten weiter massiv aus.
Es ist schon ein Treppenwitz der Geschichte, dass es in Deutschland der Industrie quasi verboten wird sich eigene Kraftwerke mit der billigsten Energiequelle zu bauen oder sich Strom von solchen Kraftwerken direkt einzukaufen.
Es ist so als hätte man den frühen Industriellen im 18. Jh. in Deutschland verboten sich Dampfmaschinen zu kaufen.
Ahh, schön, im Sinne des Lieferkettengesetzes, wäre der Nachweis des geistigen Eigentums bei der ‚wattschen‘ Dampfmaschine (‚unbedeutendes Nischenprodukt‘ 🙂 und Vorläufer der ICE), ausgerechnet für d. Unternehmer*innen, zum Problem geworden …
man hätte auf den Elektrogenerator/-motor warten müssen (Siemens, 1820/1821 Ørsted/Faraday, 1751 Andrew Gordon)