Kyte Powertech liefert mit Interface Transformator eine Schnittstelle statt vieler Systeme

Kyte Powertech, Transformator, Funktionsweise

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Transformatoren sind immer wieder ein Nadelöhr, wenn es um die rasche Realisierung von Erneuerbaren- oder Speicherprojekten geht. Einen neuen Ansatz verfolgt das in Cavan (Irland) ansässige Unternehmen Kyte Powertech mit seinem sogenannten Interface Transformator. Damit biete das Unternehmen einen integrierten Lösungsansatz. „Der ‚Kyte Interface Transformator‘ verbindet Energieerzeugung, -speicherung und Netzanschluss in einer gemeinsamen Infrastruktur“, wie es pv magazine erklärte. Er fungiere als zentrale elektrische Schnittstelle innerhalb eines Energiesystems und übernehme nicht nur die Funktion der Spannungsanpassung wie herkömmliche Transformatoren.

Mit der Lösung von Kyte Powertech können daher Photovoltaik-Erzeugung, Batteriespeicher, Netzanschluss und auch Verbrauch in einer gemeinsamen Infrastruktur integriert werden. „Technisch basiert die Lösung auf einem Mehrspannungstransformator, der mehrere Energieflüsse aufnehmen und steuern kann“, erklärte das Unternehmen, das zur Marke R&S Group aus der Schweiz gehört, weiter.

Erste Projekt sind auch bereits mit dem Interface Transformator realisiert worden. Dazu gehört ein integriertes Energiesystem am Liverpooler Flughafen. Es verbindet eine drei Megawatt Photovoltaik-Anlage mit einem ein Megawatt Batteriespeicher. Ziel sei es, 25 Prozent des Strombedarfs des Flughafens mit den Anlagen vor Ort zu decken. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist.

Kyte Powertech, Transformator am Flughafen Liverpool
Am Flughafen Liverpool ist ein erstes Projekt mit einem Interface Transformator umgesetzt worden.

Foto: Kyte Powertech

Insbesondere bei Projekten mit begrenzten Netzanschlusskapazitäten oder komplexen Lastprofilen kann die Realisierung von Projekten mit dem Interface Transformator deutliche Vorteile bieten, so das Unternehmen weiter. So biete die integrierte Lösung projektabhängig Einsparungen von etwa 10 bis 20 Prozent auf Infrastrukturebene. Diese ergeben sich daraus, dass weniger separate Transformator- und Schaltanlagen benötigt werden. Zudem verringert sich der Verkabelungs- und Installationsaufwand. Zudem führt Kyte Powertech die vereinfache Systemintegration, die reduzierten Tiefbau- und Fundamentarbeiten sowie kompaktere Flächenanforderungen an. Der in Liverpool eingesetzte Interface Transformator weist eine Größe von 2640 mal 2000 mal 2550 Millimeter auf bei einem Gewicht von etwa 9,2 Tonnen, wie Kyte Powertech angibt.

Nach Angaben des Unternehmens eignet sich die Lösung für mittlere und große Energieinfrastrukturen, etwa industrielle Anwendungen, Ladeinfrastruktur, Photovoltaik- und Speicherprojekte sowie kritische Infrastruktur. „Der Ansatz des Kyte Interface Transformators ist grundsätzlich nicht auf bestimmte Projektgrößen beschränkt. Die Auslegung erfolgt projektspezifisch auf Basis der jeweiligen Leistungsanforderungen, Lastprofile und Netzanschlussbedingungen“, so Kyte Powertech.

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