Eco Stor liegt mit dem Bau seines Batteriespeichers in Förderstedt in Sachsen-Anhalt voll im Plan. Für seine Anlage „ECO POWER THREE“ mit 300 Megawatt Leistung und 714 Megawattstunden Kapazität werden aktuell 300 Systemeinheiten angeliefert, die alle bis Ende Juni installiert werden sollen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Diese bilden die funktionsfähigen Module des Speichersystems. Bis zu 15 Transportfahrten erfolgen aktuell über die Autobahn A14, um das Material auf die Baustelle zu bringen. Für die termingerechte Anlieferung arbeite Eco Stor eng mit den Speditionen und Logistikpartnern Bremer Lloyd und Blue Water Shipping zusammen.
Der Baustart des großen Batteriespeichers erfolgte im Sommer 2025. Die technische Inbetriebnahme der ersten Anlagenteile sei für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, hieß es weiter. Der Batteriespeicher in Förderstedt wird nach seiner Fertigstellung aus drei unabhängig betreibbaren Blöcken bestehen, was auch eine schrittweise Inbetriebnahme ermögliche.
„Mit der baldigen Fertigstellung des Batteriespeichers Förderstedt setzen wir erneut neue Maßstäbe für deutsche Großbatteriespeicher. Mitten in der Preiskrise fossiler Energieträger zeigen wir mit diesem Projekt auf, wie wir die alten, auf Verbrennung ausgelegten Energiesysteme hinter uns lassen und stattdessen zur Schaffung von Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit und Wohlstand auf Grundlage Erneuerbarer und Speicher beitragen“, erklärt Georg Gallmetzer, Mitglied der Geschäftsführung bei Eco Stor.
Für Betreiber großer Batteriespeicher ist auch die Entwicklung an den Day-ahead-Strommärkten interessant, an denen sich besonders am Sonntag gewaltige Spreads zeigten. So lag der Day-ahead-Preis am Sonntag bei bis zu -480 Euro pro Megawattstunde. Der Tiefpunkt war dabei zwischen 14:00 und 14:15 Uhr erreicht. Zwischen 9:15 und 17:00 Uhr lag der Preis dabei dauerhaft im negativen Bereich. In den frühen Abendstunden stieg der Day-ahead-Preis dann jedoch auch bis auf fast 190 Euro pro Megawattstunde an.
“Der Day-Ahead-Spread am 26. April zeigt sehr deutlich, wo unser Energiesystem heute steht: Wir hatten am Sonntag genug erneuerbare Energie, aber zu wenig Flexibilität, um sie sinnvoll zu nutzen“, sagte Gallmetzer auf Nachfrage von pv magazine. „Extrempreise von bis zu minus 500 Euro pro Megawattstunde wie am vergangenen Wochenende sind dabei kein Marktphänomen mehr, sondern ein echter Schaden für die deutsche Energiewirtschaft. In solchen Situationen wird erneuerbarer Strom nicht nur entwertet, am Ende zahlen Verbraucher und Steuerzahler dafür.“
Es fehle immer noch an ausreichend Batteriespeicher in Deutschland. Eco Stor hat die ersten Großprojekte am Netz, darunter den Speicher in Bollingstedt in Schleswig-Holstein mit 100 Megawatt Leistung. Diese Anlage habe am Sonntag gezeigt, dass sie solche Preisspitzen messbar abfedern könne. „Aber das reicht bei weitem nicht aus. Deutschland hat aktuell eine Speicherlücke von rund 50.000 Megawatt Leistung und etwa 200.000 Megawattstunden Kapazität. Um Extremszenarien wie am 26.4. künftig zu vermeiden, sprechen wir von 500 bis 1000 Anlagen in der Größenordnung von Bollingstedt“, sagte Galmetzer weiter. Daher müsse von allen Beteiligten der Weg der Speicherwende konsequent weiterverfolgt werden, auch um mittel- und langfristige Schäden vom Energiesystem, von Verbrauchern und vom Wirtschaftsstandort Deutschland abzuwenden.
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Die Preise vom vergangenen WE grenzen schon an Wahnsinn.
(das wird sich diese Woche fortsetzen, wenn auch etwas moderater)
Wobei das kein allein „deutsches“ Phänomen ist, sondern im europäischen Verbund passiert. Das darf man nie vergessen bei derartigen Szenarien.
Gib weiter Gas @ Gas-Kathi. Das ist genau das, was uns allen heute und die nächsten Jahrzehnte fehlt. Mehr GAAAAAS-Kraftwerke, yeeehaaa, scheiß drauf. Burn baby, burn.
@HD,
wobei da irgendwas zwischen DE und N ganz groß „stinkt“
Der https://de.wikipedia.org/wiki/NordLink kommt in hiesiger Preiszone NO2 rein.
Nun maulen die Norweger ganz massiv über dieses Kabel. (das würde die Preise von DE anstecken/ das geht bis -> hackt das Kabel ab usw.)
Nur kann ich nichts an Ansteckung erkennen ⤵️
https://data.nordpoolgroup.com/auction/day-ahead/prices?deliveryDate=2026-04-26¤cy=EUR&aggregation=DeliveryPeriod&deliveryAreas=GER,NO2
das sind 14:00 – 14:15 -> 51 Cent/ kWh Spread.
NO2 ist auch gut gesegnet mit Wasserkraft und die Schneeschmelze ist in Gang.
Das ist für mich ein Phänomen in dem europäischen Verbund. 🤔