Wer eine Photovoltaik-Anlage auf sein Dach installiert, könnte über sekundäre Effekte seinen Stromverbrauch in die Höhe treiben. In Europa könnten so zusätzliche Systemkosten von bis zu 23,5 Milliarden Euro pro Jahr entstehen, wie eine neue Studie ergab.
Mensur Delic und Michael Bucksteeg von der Fernuniversität in Hagen untersuchten die Rolle dieses Phänomens, das sie als Solar-Rebound-Effekt bezeichnen, innerhalb des europäischen Energiesystems, indem sie verschiedene Intensitäten des Effekts in ein Open-Source-Optimierungsmodell des europäischen Energiesystems integrierten.
Die Untersuchung ergab, dass der Solar-Rebound-Effekt den Strombedarf bis 2050 um 63 Terawattstunden bis 314 Terawattstunden erhöhen könnte, was im Worst-Case-Szenario einen Anstieg des Gesamtbedarfs in Europa um bis zu 5,1 Prozent bedeuten würde. Dieser zusätzliche Bedarf würde mehr erneuerbare Energieerzeugung und Netzflexibilität erfordern, was die Gesamtkosten des Stromnetzes zwischen 2030 und 2050 um 6,7 bis 23,5 Milliarden Euro jährlich erhöhen könnte.
Delic und Bucksteeg erklärten pv magazine, ihre Arbeit habe deutlich gemacht, dass der Solar-Rebound-Effekt derzeit in offiziellen Energiesystemplanungen und Emissionsminderungsszenarien nicht berücksichtigt werde, was eine erhebliche Lücke hinterlasse. Die beiden fügten hinzu, dass nicht nur das Ausmaß des Rebounds von Bedeutung sei, sondern auch dessen Zeitpunkt.
„Wenn Haushalte während sonniger Stunden zusätzlichen Strom verbrauchen, kann das System diesen Bedarf zu relativ geringen Kosten decken“, erklärten sie. „Wenn sich der Rebound-Verbrauch jedoch aufgrund eines höheren Grundbedarfs oder veränderter Nutzungsmuster in die Abendstunden oder in den Winter verlagert, entsteht ein Bedarf an mehr Windenergie, Batteriespeichern und kostspieligen Langzeit-Reservesystemen wie Wasserstoff, was die Anforderungen an die Infrastruktur und die Kosten erheblich erhöht.“
Delic und Bucksteeg wiesen zudem darauf hin, dass dieser Effekt regressive Verteilungsfolgen mit sich bringe. „Die zusätzlichen Systemkosten werden über höhere Preise an alle Stromverbraucher weitergegeben und belasten Haushalte, die sich die Installation einer Photovoltaik-Anlage nicht leisten können, unverhältnismäßig stark“, erklärten sie.
Ein begleitender Policy Brief zu der Studie fordert die politischen Entscheidungsträger auf, den Solar-Rebound-Effekt in die offizielle Systemplanung einzubeziehen, um sicherzustellen, dass die Energieinfrastruktur auf eine realistische Nachfrage ausgelegt ist. Er betont zudem, dass der Effekt nicht als fester Anstieg der Nachfrage betrachtet werden sollte, da sein zeitlicher Verlauf je nach Tageszeit und Jahreszeit variiert und somit den Infrastrukturbedarf, die Systemkosten und die Planungsergebnisse erheblich verändern kann.
Delic und Bucksteeg erklärten zudem, dass unter verbindlichen Emissionsobergrenzen und Klimazielen der durch den Solar-Rebound-Effekt verursachte zusätzliche Bedarf durch erneuerbare Energiequellen gedeckt werden muss.
„Ob dies mehr Solar- oder Windkapazitäten bedeutet, hängt vom Zeitpunkt des Rebound-Effekts ab“, sagten die Autoren. „Der damit verbundene Anstieg des Flexibilitätsbedarfs erfordert zusätzliche Batteriespeicher, auch wenn eine flexiblere Nachfrage dazu beitragen kann, diesen Bedarf zu begrenzen. Gleichzeitig können höhere Spitzenlasten, beispielsweise aufgrund des vermehrten Einsatzes von Klimaanlagen in Systemen mit sommerlichen Spitzenlasten, den Bedarf an Reservekapazitäten erhöhen, die kurzfristig durch Erdgas und langfristig durch erneuerbaren Wasserstoff bereitgestellt werden.“
Die beiden betonten zudem, dass die Deckung des zusätzlichen Bedarfs nicht einfach nur den Bau weiterer Erzeugungskapazitäten bedeute.
„Die kostengünstigste Strategie hängt entscheidend davon ab, wann dieser Bedarf entsteht. Oberste Priorität sollte daher eine nachfrageseitige Politik mit Anreizen sein, die Haushalte dazu ermutigen, ihren flexiblen Verbrauch auf sonnige Stunden zu verlagern“, erklärten sie. „Wenn es den politischen Entscheidungsträgern gelingt, den Verbrauch auf Zeiten mit hoher Solarstromproduktion zu lenken, beispielsweise durch dynamische Einspeisevergütungsmodelle oder durch die Vorgabe dynamischer Stromtarife für PV-Haushalte, kann das System einen Großteil des zusätzlichen Bedarfs mit relativ geringen Infrastrukturanpassungen auffangen.“
Delic und Bucksteeg wiesen zudem darauf hin, dass der Ausbau der Netzinfrastruktur und eine stärkere grenzüberschreitende Marktintegration dazu beitragen können, den durch den Solar-Rebound-Effekt bedingten zusätzlichen Flexibilitätsbedarf zu decken. „Durch die Ermöglichung eines räumlichen Ausgleichs zwischen erneuerbarer Erzeugung und Nachfrage verringert ein stärker vernetztes System die Abhängigkeit von lokalen Speicher- und Reservekapazitäten und begrenzt so die Gesamtsystemkosten“, erklärten sie.
Ihre Ergebnisse sind in der Forschungsarbeit „Implications of the solar rebound effect for the European energy transition“ (Auswirkungen des Solar-Rebound-Effekts auf die europäische Energiewende) dargestellt, die in der Fachzeitschrift Nature Energy verfügbar ist.
Frühere Untersuchungen zum Solar-Rebound-Effekt aus Australien und Vietnam ergaben, dass dieses Phänomen in jedem Land auftreten kann, in dem die Politik zur Förderung der Solarenergie nicht vollständig und wissenschaftlich fundiert ist. Im vergangenen Jahr stellten Forscher der Universität Bern fest, dass die Installation einer Photovoltaikanlage auf einem Wohnhausdach den Stromverbrauch eines Haushalts um bis zu elf Prozent erhöhen kann.
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Wo kommt denn der Rebound-Verbrauch her? Vielleicht von nachfolgenden Elektroautos und Wärmepumpen? Die sind doch aber in Bedarfsrechnumgen bereits berücksichtigt! Dafür sinkt ja insgesamt der Primärenergiebedarf massiv.
Das ist ein völlig normaler Effekt bei neuen sparsameren Technologien, wer ein sparsameres Auto bekommt fährt vielleicht ein Ticken mehr, wer sein Licht auf LED umgestellt hat, schaltet es nicht mehr so konsequent aus, wie bei den alten Heizlampen und installiert vielleicht ein paar Lampen mehr rund ums Haus…
Was für eine Bahnbrechende Erkenntnis!
Diesen Effekt hat doch wohl jeder PV Anlagennutzer sofort im Blick gehabt, wenn er sieht wie er seine Einspeisung vergütet bekommt oder eben nicht!
So eine Anlage rechnet sich doch nur bei hohem Eigenverbrauch und dann heizt man den Pool mit Strom und das Haus bekommt ne Klimaanlage! Energiewende eben! Irgendwann wird es wieder paar Wissenschaftler geben und die werden dann irgendwas von „staatlichen Fehlanreizen“ herausfinden!
Jepp und falls dann die Sonne nicht scheint heizt man mit der Klimaanlage.
Der Pool wird dann doch beheizt wo er doch schon mal da ist.
Klar kann man mit dem erzeugten Strom auch unsiniges anstellen. Aber die Anzahl der Leute, die nun ständig ihren Pool heizen, dürfte eher gering sein und nicht ansatzweise im Bereich der 5% vom Gesamtenergiebedarf.
Wenn eine Wärmepumpe oder Klimaanlage verbaut wird, dann wird darüber auch die Temperatur geregelt. Logisch. Das war ja auch schon so gewollt bei der Energiewende. Im Sommer, wie im Winter. Allerdings wird dann ja ein anderer Energieträger nicht mehr genutzt, insofern ist der Punkt nicht nachvollziehbar. Niemand schmeißt erst die Klimaanlage an und ballert dann noch die Gastherme hinterher. Nicht mal bei einem gemütlichen Kaminabend (also Heizen mit Holz) heizt man vorher die Bude hoch.
Das man gewollt auf Heizen „per Strom“ umstellt, ist ja das eine. Das man den Eigenverbrauch bei Überschuss(!) erhöht, ist ja auch logisch und auch politisch gewollt. Sinkende Einspeisevergütung einerseits, die ausdrücke Drohung von Gebühren für das quasi Verschenken von Strom an den Anbieter in Form von Durchleitungsgebühren, fördern das ja auch noch.
Zumindest im Sommer sehe ich keinen Grund, den Strom nicht selber zu verbrauchen. Aber ich wasche meine Wäsche deshalb trotzdem nicht doppelt so oft oder koche doppelt so viel. Im Winter (ohne flexiblen Tarif) bin ich Verbraucher wie jeder andere, außer das die Stromerzeugung nicht durch das Verbrennen von fossilen Rohstoffen erfolgt. Das sollte allerdings eh mit eingerechnet sein und nicht jetzt überraschend auftauchen. Sinnlos etwas mit teurem Netzstrom zu betreiben, käme aber wohl fast niemandem in den Sinn…
Wenn die Herren Delic und Bucksteeg von Deutschland reden, dann sind sie „etwas“ daneben. Der Stromverbrauch war 2024 ca. 460 TWh. Mit 5% Rebound dazu wären es demnach ca. 483 TWh.
Eine Energiewende bedeutet allerdings per Definition den Ersatz der fossilen Energieträger durch El. Strom. Das erfordert MINDESTENS EINE VERDREIFACHUNG des Strombedarfes!
Bis 2050 wird der Strombedarf daher auf unglaubliche ca. 1400 TWh anwachsen.
Deutschland kämpft nach 25 Jahren „Energiewende“immer noch mit dem Ersatz der abgeschalteten und zerstörten Kernkraft- und Kohlekraftwerke, eine echte Energiewende ist nicht einmal ansatzweise in Sicht.
»Primärenergie« »Systemkosten« und nun »Solar-Rebound-Effekt«.
Ein weiterer energiepolitischer Nebelkerzenbegriff?!
Na klar verbrauche ich mehr Strom nach Installation der PV-Anlage. Denn ab und an kommt eine kleine Wolke vorbei während das e-Auto grad läd oder die Wärmepumpe anspringt. Jedoch fährt man auch nicht mehr zur Tankstelle und auf der Gas-Leitung ist der Pfropfen drauf; diese beiden Formen »Primärenergie« fallen weg!
Natürlich läd man vorzugsweise das Auto, den Akku, erwärmt das Duschwasser wenn die Sonne scheint. Im Winter das Ganze bei Windstrom bzw. wenn die Börsenpreise ´low´ sind. Der höhere Gesamtverbrauch durch Netzbezug resultiert aber auch in höheren Netzentgelten, was völlig ok ist; schließlich verschleudert man sein Geld nicht an der Tanke oder stützt teure Gas-Importe von sonstwo, was dann letztendlich einfach so ´verpufft´.
Nur so am Rande: Im Verhältnis zu Verbrennerfahrern oder Gas-Heizern zahlt man trotz PV&Akku mit Sicherheit wesentlich mehr Netzumlage, als nur mit WM, Fernseher oder Kaffeemaschine.
Auf der anderen Seite korreliert die Nebelkerze »Solar-Rebound-Effekt« infolge einer Reduktion von »Primärenergie« durch Verbrenner-Substitution bei vielen PV-Anlagen Betreibern mit wesentlich größerem Impact.
Einen interessanten Artikel zum Thema der beiden energiepolitischen Begriffe »Primärenergie« und »Systemkosten« findet ihr hier 🙂
–> https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/energiepolitik-primaerenergie-und-systemkosten-diese-woerter-sollten-sie-hellhoerig-machen-a-85384083-0339-4b1a-93ab-7d3669a95510
Danke! Gut geschriebener Artikel!
e-Golfer schrieb:
„Der höhere Gesamtverbrauch durch Netzbezug resultiert aber auch in höheren Netzentgelten,“
Schau noch einmal genauer hin. Du bezahlst immer steigende Netzentgelte für ein Gasnetz. Wenn du dich davon verabschiedest, dann sinken deine Netzentgelte signifikant. Der Betrieb des Tankstellennetzes ist im Verbrauchspreis enthalten, aber auch das fällt dann weg für dich.
Insgesamt sinken deine Netzentgeltkosten. Für die Verteilung von Sonnenlicht musst du nichts bezahlen. Ebensowenig für die Verteilung der in der Luft enthaltenen Wärmeenergie, welche von deiner Wärmepumpe genutzt wird. Diese benötigen keine Leitungen, Rohre, Tanker etc.
Ich kenne viele Leute, die in den letzten Jahren den Schritt zur Wärmepumpe gemacht haben, fast Alle haben in dem Atemzug dann auch das Kochen auf Elektroenergie umgestellt. Diejenigen, die das versäumt haben, zahlen jetzt erheblich mehr Netzentgelte und Gebühren als für den verbliebenen Gasverbrauch.
Mit jeder Reduzierung der Gasnutzung erhöht sich zudem der Anteil der Betriebskosten, welcher auf den Gasverbrauch umgelegt wird. Wer nicht bald den Sprung schafft, wird in ein paar Jahren erhebliche Gebühren für den Erhalt einer antiquierten und kaum genutzten Infrastruktur zahlen bevor diese dann ohnehin ganz aus dem Betrieb genommen wird.
Dirk Schiller schrieb:
„Wenn du dich davon verabschiedest, dann sinken deine Netzentgelte signifikant.“
Ist abgemeldet, alles gut! Der Gaszähler ist abgebaut, nur noch die ungenutzte alte Leitung ist vorhanden 🙂
Ich hatte lediglich die Stromnetzentgelte im Blick. Insgesamt ist es natürlich sehr viel weniger geworden, wenn man die bisherigen Gasnetzgebühren sowie die bisherigen im Verbrauchspreis von Sprit enthaltenen Betriebskosten des Tankstellennetzes mit einbezieht.
Dafür können Freunde und Verwandte jetzt gerne ihr e-Auto bei uns aufladen, kein Problem!
Naja, klugen Energiemanagement würde dies verhindern! Praktizieren wir schon seit über 15 Jahren! Unser Haushalt (Wärmepumpe, PHEV, etc.) hat einen Netzbezug von ca. 800kWh/Jahr. Nein! PV-Anlage bedeutet nicht zwangsläufig mehr Netzverbrauch! Leider ist sparsamer Umgang mit Energie jedweder Form im Thema „Energiewende“ überhaupt kein Thema! Schade …….
Ich denke, der Effekt wird u.a. durch technoligischen Fortschritt nicht messbar sein. 5 % – das ist nicht viel.
PV-Anlagen vor 10 Jahren: 280 Watt. Heute: an die 500
Derselbe Effekt bei Akkus, Elektromotoren, Wärmepumpen usw usw. Die prozentualen Effizienzgewinne durch Technologie werden nicht erwähnt – haben meiner Ansicht nach allerdings einen viel drastischeren Effekt auf die Gesamtlage. Das ganze ist schwierig zu messen.
Zum einen werden die „Neuanlagen“ natürlich immer effizienter.
Und zum anderen rücken dann mit Zeitverzug viele Altanlagen nach (sofern diese nicht einfach weiterlaufen sollten) und modernisieren die Anlage. Im Zuge eines Gebäudes, würde ich annehmen, dass das mindestens 2-3 x im Lebenszyklus eines Gebäudes passieren wird. Nach 20 Jahren kann man die alten Daten zahlenmäßig dann ca. 60 bis 80 % erhöhen.
Bei Freiflächenanlagen sollte man dasgleiche annehmen, nur ohne Lebenszeitende.
Das ist seit dem jahr 2000 ca. eine lineare, leicht steigende Effizienzerhöhung von um die 5% pro Jahr.
„Ja, aber die Siliziumtechnologie hat ihre Grenzen, daher muss die Kurve abflachen“.
-> Ja „aber neue Technologien kommen dazu, die diese Grenze dann wieder weiter verschieben“. Auch das wird irgendwann abflachen, bis eben das „optimale“ Feuerzeug hergestellt wird. Davon sind wir – soweit ich die Entwicklung und Steierungsraten bis heute betrachte, allerdings noch weit entfernt. Die Kurve flacht nicht ab, sie steigt eher noch steiler an.
Die Annahme, es würde mehr Strom verbraucht wenn eine eigene PV-Anlage existiert kann ich nicht nachvollziehen. Wer bisher eine PV-Anlage angeschafft hat, wollte Kosten und damit Netzstrom reduzieren. Ein geringerer Anteil will damit sicher auch etwas gegen den Klimawandel tun.
Meine Erfahrung sieht dann auch so aus, dass die Beschäftigung mit Erneuerbarer Energie und die Installation einer Balkon PV-Anlage den Verbrauch von Netzstrom um gut 55% reduziert hat. Erst mit dem E-Auto ist der Verbrauch dann wieder um 80% gestiegen, also immer noch zur „Vor-PV-Zeit“ um 22% niedriger! Mag sein, dass ich ein Einzelfall bin oder einfach ungewöhnlich sparsam mit vorhanden Ressourcen umgehe, aber in meinem Umfeld denken und handeln viele ähnlich.
Damit meine ich nicht diejenige Gruppe, die überhaupt nicht bereit ist eine PV-Anlage in Erwägung zu ziehen.
Die Autoren haben schon einen Punkt.
Viele Energieszenarien gehen von fixen Endverbräuchen in der Zukunft aus und modellieren und optimieren diese exogen vorgegebe Nachfrage dann in einem Energiesystem mit steigenden EE-Anteilen.
Wenn nun aber endogen durch Nutzerverhalten oder Preiseffekte (günstiger Strom am Markt oder von der PV-Anlage auf dem Dach) der Gesamtverbrauch steigt, dann passt irgendwann das ganze Mengengerüst dieser Energieszenarien nicht mehr.
Infolge dessen ist der Ausbaubedarf der EE und von Speichern und Netzen höher als angenommen (Kosten) bzw die Zielerreichung von XY% EE am Energieverbrauch wird nicht erreicht (Verfehlung von EE-Zielen).
Das es diese als „Solar-Rebound“ bezeichneten Effekte und darüber hinaus auch noch die Preis-Nachfrageeffekte am Markt gibt, verdeutlichen ja auch die von vielen hier anekdotisch beschriebenen Verhaltensweisen.
(Die unplausiblen TWh-Angaben zum europäischen Stromverbrauch haben mich auch irritiert, aber in der Nature Energy Studie selbst passen die Zahlen und nur in dem Artikel hier ist es missverständlich ausgedrückt. Die bis zu 314 TWh/a ist nicht der Gesamtverbrauch sondern lediglich die oberere Spanne der Zunahme des Verbrauchs durch den Solar-Rebound Effekt in Höhe von bis zu 5%).
Mehr verbrauch ja, mehr bezug nein,
Stromeinkauf ist von 3500kwh auf 2000 kwh gesunken im jahr, selbst erzeugt werden um die 6000 kwh also in summe 8000 kwh im jahr.
Wenn die sonne scheint , wird gewaschen , das dazugekommende e auto geladen und der speicher geladen, der versorgt uns von sonnen untergang bis sonnenaufgang an fast 300 tagen im jahr
Und der überschuss wird von april bis oktober übettag verheizt mit infrarot , die wände speichern die wärme und so ist es dann auch abends noch warm. Gasheizung in der zeit aus nur warm wasser.
So denke ich geht energy wende, gespart 1500 kwh strom, 5000 kw gas, 500 l benzin
Und der ofen im winter spart nochmal ca 10000 kw gas.
Hashtag #Erdbeeren# => Eine Wahnsinnserkenntnis mal wieder. Wir werden alle sterben.
Ja das mag sich individuell so dartstellen dass effektiv eine finanzielle und energetisch Einsparung stattfand.
Aber die beiden im Folgenden genannten Effekte können im System trotzdem zu Verbrauchssteigerungen führen die in den Eenrgieszenarien und Ausbaupfaden bisher nicht berücksichtig werden:
Effekt 1: Nutzerverhalten ändert sich aufgrund der Verfügbarkeit von selbst produziertem Strom der daraufhin zu einer Verbrauchsausweitung führen kann (diese Logik wird ja auch von vielen hier beschrieben: Sonne scheint, DachPV läuft und Eigenverbrauch wird maximiert und ggfs auch ausgeweitet)
Effekt 2: Preis-Nachfrageeffekte am Strommarkt der zB bei sehr niedrigen Preisen zu einer Nachfrageausweitung führen. Dass solche Situationen mit zB negativen Preisen am Markt nicht mehr zu hocheffizienten Nutzungen führen leuchtet ein und auch die oftmals als Lösung angeführten Speicher haben Wirkungsgrade und damit Verluste die entsprechend zu berücksichtigen sind.
Das alles ist fundamental durch die Dargebotsabhänigkeit von fluktuierenden EE begründet und deren Zusammenspiel mit einer nicht vollständig flexiblen Nachfrage und fehlenden verlustfreien Speichern.
Insofern finde ich die Studie durchaus sehr relevant da solche Effekte bisher nicht abgebildet werden in Energieszenarien und den darauf aufbauenden Ausbaupfaden.
Wie schon gesagt wurde, der Netzbezug wird wohl eher nicht steigen. Aber der Verbrauch. Bevor ich meinem Strom verschenken soll oder für die Abnahme bezahlen soll, der verheize ich den halt. Damit steigt natürlich mein Verbrauch. Jetzt sucht man halt verbraucher wo man den Strom überall hinschieben kann, bevor man abregeln muss.
Aber ist auch logisch, wenn strom entsteht und nicht abgenommen wird oder abgenommen werden kann, dass sich dann eine ersatzlösung findet. Aber die findet halt nur lokal durch Verbrauch beim erzeuger statt…. aber wir haben im sommer 200kwh am tag, so viel kann ich gar nicht meinen poolheizen …. autos mit den autos müsste ich dann täglich auch über 1000km fahren… irgendwann wird das verbrauchen echt anstrengend…. und so viel Eis kann ich dann auch nicht mehr machen und essen…. ich lass dann ja schon die spülmaschine nach dem 3 mal nach dem essen laufen… aber hatte immer noch zuviel Strom….. 😉
Mehr verbrauch ja, mehr bezug nein,
Stromeinkauf ist von 3500kwh auf 2000 kwh gesunken im jahr, selbst erzeugt werden um die 6000 kwh also in summe 8000 kwh im jahr.
Wenn die sonne scheint , wird gewaschen , das dazugekommende e auto geladen und der speicher geladen, der versorgt uns von sonnen untergang bis sonnenaufgang an fast 300 tagen im jahr
Und der überschuss wird von april bis oktober übettag verheizt mit infrarot , die wände speichern die wärme und so ist es dann auch abends noch warm. Gasheizung in der zeit aus nur warm wasser.
So denke ich geht energy wende, gespart 1500 kwh strom, 5000 kw gas, 500 l benzin
Und der ofen im winter spart nochmal ca 10000 kw gas.
„Die Untersuchung ergab, dass der Solar-Rebound-Effekt den Strombedarf bis 2050 um 63 Terawattstunden auf 314 Terawattstunden erhöhen könnte“
Bitte die Zahlen noch einmal prüfen
„Die unplausiblen TWh-Angaben zum europäischen Stromverbrauch haben mich auch irritiert, aber in der Nature Energy Studie selbst passen die Zahlen und nur in dem Artikel hier ist es missverständlich ausgedrückt. Die bis zu 314 TWh/a ist nicht der Gesamtverbrauch sondern lediglich die oberere Spanne der Zunahme des Verbrauchs durch den Solar-Rebound Effekt in Höhe von bis zu 5%“
Studie gibt hier: https://www.nature.com/articles/s41560-026-02031-8
Klar lade ich mein E-Auto auch mal, wenn die Sonne nicht scheint. Allerdings zu 99% bei günstigen Börsenstrompreisen, sprich bei viel Wind. Insgesamt ist der Hausenergieverbrauch durch PV, Stromheizung und E-Auto aber massiv zurück gegangen. Woher da insgesamt ein Mehrverbrauch herkommen soll, erschließt sich einem PV-Betreiber nicht so ganz.
Das allerdings gleichzeitig der Stromverbrauch weltweit durch KI massiv ansteigt, nur damit solche Studien einfach geschrieben werden können und man mit dem Auto über Fischfang reden kann, scheint kaum zu interessieren.
100%
Ein Bekannter arbeitet als Ingenieur in einer Firma für Signalanlagen. O-Ton: über jedes Watt LED wird endlos diskutiert. Aber wenn es um das Rechenzentrum geht, dass KI gesteuert die Anlagen steuern soll, kümmert es keine Sau, wenn dadurch die so lang erkämpften Fortschritte mit Faktor 1000+ zunichte gemacht werden.
Es lebe der Fortschritt und seine Scheuklappen. Timmy, du schaffst es!
Viele interessante Kommentare, aber mir fehlt die Betrachtung, dass wir PV Anlagen Betreiber meist danach trachten Im Sommer den Eigenverbrauch zu erhöhen und einige dieser Verbraucher auch im Winter genutzt werden. Das ergibt im Winter einen Mehrverbrauch aus dem Netz und damit auch den PV REBOUND.
Wobei die Frage nach Kausalität bzw Koinzidenz etwas schwierig zu klären ist.
Wenn ich für meinen Luxuspool 30 Mille „ü“ habe, mir aus Jux noch ne PV gönne – dann nehme ich eben auch die WP fürs WW noch mit. Was genau ist nun der Rebound Effekt? Dass ich genug Kohle habe und zw 40 und 50 bin? Oder dass ich ne PV Anlage habe?
Der Statistik-Experte wird mir das bestimmt ganz wunderbar erklären. Ich lach‘ mich jetzt schon kringelig.
Der ‚Rebound-Mehrverbrauch‘ ist eine stille Reserve für Krisenzeiten, also willkommen.
Das ganze ergibt doch gar keinen Sinn, zumindest nicht wie es hier beschrieben wird.
Es kann gut sein das ein PV Besitzer seinen Stromverbrauch nach der Montage erhöht. Er wird versuchen möglichst viele andere Energieträger durch Strom zu ersetzten um möglichst schnell die Gewinnzone der Anlage zu erreichen. Für das Netz ist das aber erst einmal egal, für diese Betrachtung ist nur interessant ob mehr Strom aus dem Netz bezogen wird. Das wird aber wohl nie der Fall sein, soviel Strom kann man gar nicht verschwenden.
Oder diese Aussage „Wenn Haushalte während sonniger Stunden zusätzlichen Strom verbrauchen, kann das System diesen Bedarf zu relativ geringen Kosten decken“
Wenn während sonniger Stunden Strom verbraucht wird dann kann das System das nicht nur decken es benötigt diese Verbrauche sogar, da zu dieser Zeit die Produktion zu hoch ist, Stichwort Negativer Strompreis.
Das es heute nicht mehr das Ziel bei einer PV Anlage ist, möglichst viel Strom ins Netz zu liefern sondern den eigenen Bedarf komplett zu decken, wird hier komplett vergessen. Speicher gab es früher wenige, heute wird kaum jemand eine Anlage ohne bauen.
Was hier geschrieben wird hat so viele Fehler bzw, bezieht sich auf Daten die veraltet oder nicht passend sind, es ist eigentlich uninteressant was dabei heraus kommt.