Heckert Solar kündigte am Montag an, dass es Ende Juni ein neues Modul „Made in Germany“ auf den Markt bringen wird. Das auf der Schindel-Matrix-Technologie basierende bifaziale Glas-Glas-Modul „APOLLON 2.0“ soll mit einer Leistung zwischen 450 und 460 Watt im Full-Black-Design angeboten werden. Die Abmaße des Moduls betragen 1762 mal 1134 mal 30 Millimeter bei einem Gewicht von 23,5 Kilogramm. Der Modulwirkungsgrad wird im Datenblatt mit 22,5 bis 23 Prozent angegeben. Die Betriebstemperatur für das Modul liegt dabei zwischen -40 und +85 Grad Celsius; die maximale Systemspannung bei 1500 Volt.
Die Schindel-Matrix-Technologie ist am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg entwickelt worden. Dabei werden Solarzellen in schmale Streifen geschnitten und überlappend zu einem Netzwerk verschaltet. Im Unterschied zu klassischen Verschaltungen entstehen so mehrere parallele Strompfade, wie es von Heckert Solar hieß. Die Module mit 390 Schindelzellen wiesen damit ein verbessertes Ertragsverhalten bei Teilverschattungen auf. Bei Untersuchungen am Fraunhofer ISE seien dabei signifikante Mehrerträge der Module mit Matrix-Layout bei Verschattungen nachgewiesen worden.
Heckert Solar lässt das neue Modul in Deutschland fertigen. Dies übernehme ein Partnerfertigung in Deutschland, wo die Module nach Vorgaben von Heckert Solar produziert werden, erklärte eine Sprecherin von Heckert Solar auf Nachfrage von pv magazine. Das Produktionsvolumen werde dabei von der Auftragslage abhängen. Das neue Schindel-Matrix-Modul von Heckert Solar soll ab Ende Juni verfügbar sein und kann bei den Fachpartnern des Photovoltaik-Unternehmens bestellt werden. Preislich liege das neue Modul über den chinesischen Modulen, weise aber ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auf, so die Sprecherin weiter.
Heckert Solar gibt eine Produkt- und Leistungsgarantie über 30 Jahre für die Schindelmodule. Im ersten Jahr wird dabei eine Degradation von einem Prozent angenommen. Nach 30 Jahren werden noch 88,85 Prozent der ursprünglichen Leistung garantiert. Nach Angaben des Unternehmens wird in den Modulen weder Blei noch PFAS eingesetzt. Es verfügt zudem über diverse Zertifikate und erfüllt die Brandschutzklasse IEC Class A.
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Nette Spielerei.
Es SCHEINT ja ein „in-Dach“-System zu sein. Also ohne Hinterlüftung.
+85 Grad wird hier angegeben.
80Grad erreichen ja Module schon bei normaler windstillen Zeit. Ohne Stauwärme.
Ist zwar praktisch, dass wenn man eh n neues Dach braucht das durch Solarschindel zu ersetzen…. aber die Kosten sind sicherlich höher als ein normales Dach mit Aufdach-Solar mit Hinterlüftung.
Leider geht der Artikel nicht auf die Grundlegenden Dinge eines solchen System drauf ein.
* Stauwärme im Dach? Notwendige Mehrdämmung durch +85Grad
* First: Dichtigkeit. bzw. Module zueinander: wie angedichtet ?
* Anbindung/Übergang zu Bauteilen ?
Fazit: die 85 Grad werden schnell erreicht. Noch schneller für Full-Black.
Dann reduzieren sich die PV-Module bzw. erreichen eine erheblich schnellere Degradation.
Schön zu Wissen… aber nix für mich.
@ich: Das ist Quatsch.
Die Schindelung spielt sich im Modul zwischen den Glasscheiben ab. In-Dach ist etwas anderes.
Die Grenze von 85°C hat kaum praktische Relevanz. Wenn solche Temperaturen im Modul erreicht werden, wird sowieso zu viel Strom erzeugt, die Produktionsminderung aufgrund des negativen Temperaturkoeffizienten tut also niemandem weh.
… der Kommentar trifft leider nicht das beschriebene „Schindelmodul“ sonder Solarzellen in Schindelform…
… die Anordnung der Zellen im Solarmodul ist hier das besondere…
Falsch. Es hat nichts mit Dachziegeln zu tun !
Es sind normale Module, die halt mit der Schindel Technik gefertigt werden.
Endlich nach zig Jahren -und viel zu spät – gibt Frauenhofer und Siemens sein Wissen endlich mal ab !!!
Entwickelt schon seit Jahren, Existieren schon seit Jahren die Maschinen und wurden von Siemenstochter lieber verstaubt gelagert, als sie zu nutzen oder anderen zur Verfügung zu stellen .
VOR 4 Jahren hätte man damit in Europa mit den hiesigen Bedingungen Marktführer werden können, da es sich ideal dem Schatten anpasst und einzelne bedeckte Zellen quasi umschifft. So sind liegende Blätter im Herbst auch kein Problem .
Bitte ein verschattungstest machen.
Danke für den Kommentar. Ein kurzer Hinweis zur Einordnung:
Das APOLLON 2.0 ist kein Indach-, sondern ein klassisches Aufdachmodul mit Hinterlüftung.
Die angegebenen +85 °C beziehen sich auf die zulässige Betriebstemperatur nach Norm, nicht auf die realen Betriebstemperaturen im Betrieb.
Weitere technische Details sind im Datenblatt zu finden: https://www.heckertsolar.com/media/44/f6/75/1774440336/0050568946b81fd18a885d1724600106.pdf?ts=1774440336
@Heckert Solar GmbH,
tja, solche Spinnereien entstehen, wenn man von Social Media in ein Fachforum wechselt.
Viele Grüße in meine Heimat von 🇳🇴
Mich würde die Fertigungstiefe in Germany interessieren. Ich habe irgendwo gelesen, dass es in Europa angeblich noch nicht mal eine Fertigung für das Solarglas gibt.
Als kleiner Fachgrosshändler für Photovolatik seit 1999/2000 finde ich das eine gute Nachricht. Soeben verarbeiten meine Kunden noch eingelagerte Module von Meyer Burger, ebenfalls in Deutschland, genauer in Sachsen-Anhalt und Sachsen gefertigt. Abgesehen von der Firmenpolitik von Meyer Burger, über die man sich jetzt durchaus auch aufregen könnte (…) , waren und sind die Heterojunktion-Module von MB ganz einfach Spitze. Leider gibt es diese Fertigung nicht mehr. Und die meisten sogenannten „Made in Germany“-Module sind ja nur gelabelt oder gebrandet -dann kann ich gleich die Originale aus China auch kaufen. Und genau das machen ja mit wachsender Begeisterung praktisch alle. Wem das wie mir und meinen Kunden aber ein wenig seltsam vorkommt, dass man sich so krass in Abhängigkeit von China begibt und wem die Arbeitsplätze und Produktionsstandorte in Deutschland auch nicht komplett egal sind, der kann ganz einfach nur froh über einen deutschen Hersteller wie Heckert-Solar sein! Das nun vorgestellte Produkt scheint laut Papierform auch hochqualitativ udn hocheffizient zu sein. Aber natürlich ist es ganz wichtig zu wissen, woher das Glas kommt. Jaaa! Ist es das wirklich? Die elendige Misere der auf Grund gelaufenen Flachglasherstellung in Europa und auch in Deutschland ist bekannt, es wird daran gearbeitet. Ein bisschen wichtiger sind wohl die technischen Daten des neu vorgestellten Heckert-Moduls -und dass eine wesentlicher Teil der Fertigung und Qualitätskontrolle in Deutschland stattfindet. Wenn man es dann eines Tages auch noch ganz normal kaufen wird können, ist das doch ein mehr als attraktives Produkt 🙂
Optisch ein sehr gelungenes und ansprechendes Design, welches sicherlich bei den Kunden gut ankommen sollte. Mal schauen ob der Markt den Preis akzeptiert, bzw. wo diesbezüglich hier die Reise hingeht. Bravo Heckert Solar!
Hier noch ein Hinweis an Heckert Solar:
Die graphische Darstellung der Leistungsgarantie im Moduldatenblatt ist missverständlich bezüglich der Bezeichnung der Y-Achse und läßt geringere Leistungen vermuten.
MfG
Wer baut den die Maschinen für diese Produktion ?
Und wer hat die Automation mit ISE endwickelt ?
Gratulation hierfür, endlich ein deutsches Produkt. Wer baut den die Maschinen für diese Produktion ?
Und wer hat die Automation mit ISE endwickelt ?