Eco Stor hat die Finanzierung für seinen Großspeicher in Schuby bei Schleswig in trockenen Tüchern: Die Nord/LB hat die nötigen Mittel für die Großbatterie mit 100 Megawatt Leistung und 238 Megawattstunden Kapazität bereitgestellt. Der Bau hat bereits im April 2025 begonnen. Die Anlage soll im Laufe dieses Jahres in Betrieb gehen. Sie besteht unter anderem aus 64 Batterie-Containern, 32 Wechselrichter-Systemen und einem Umspannwerk.
Die Finanzierung dürfte deutlich vereinfacht haben, dass Eco Stor im vergangenen November einen Tolling-Vertrag mit dem Schweizer Energiekonzern Alpiq schließen konnte. Alpiq erhält fünf Jahre lang das Recht, den Batteriespeicher für Netzdienstleistungen zu optimieren und Strom an Spot- und Intraday-Märkten zu handeln. Der Vertrag verschafft Eco Strom stabile Einnahmen.
Dass der Baubeginn vor der Finanzierungszusage erfolgte, erklärt Eco Stor damit, dass man Wert auf einen schnellen Markteintritt gelegt habe. Dieses Vorgehen habe es ermöglicht, das Projekt schneller voranzubringen. Alle kritischen Komponenten wie Transformatoren, Batterien und Wechselrichter seien bereits geliefert worden und befänden sich vor Ort. Der Netzanschluss ist gesichert. Osborne Clarke fungierte bei der Finanzierung als Rechtsberater der Nord/LB, Hogan Lovells hat Eco Stor rechtlich beraten.
„Die erfolgreiche Finanzierung von Schuby zeigt, dass Batteriegroßspeicher in Deutschland ein kommerzielles Reifestadium erreicht haben, in dem Projekte mit privatem Kapital und ohne Subventionen realisiert werden können“, erklärt Jörn Rohland, CFO von Eco Stor. Trotz anhaltender regulatorischer Unsicherheiten biete der Markt bereits robuste Erlösmechanismen und bankfähige Strukturen.
„Dieses Projekt wird einen bedeutenden Beitrag zum Ausbau der Speicherkapazität leisten und gleichzeitig die Netzstabilität in einer Zeit stärken, in der Flexibilität immer wichtiger wird“, sagt Florian Hock, Senior Director bei der Nord/LB.
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Gut gemacht! Es bei ihnen gegönnt, dass sie damit gutes Geld verdienen. Obwohl die Banken noch nicht zugesagt haben. Solange der Markt noch nicht gesättigt ist mit den Speichern. Sind die Chancen gut dass das auch schnell funktioniert.
Wer jetzt zu lange wartet. Guck später in die Röhre
238 MW-Stunden ist eine tüchtige Kapazität für einen Batteriespeicher.
Aber um die Verhältnisse realistisch zu sehen, muss man die Grösse auch einordnen.
238 MWh entspricht etwa der Energiemenge, die ein Grosskraftwerk von 1 GW Leistung in einer Viertelstunde liefert.
238 MWh sind auch etwa 1/100 der Energiemenge, die das Pumpspeicherwerk Nant-de-Drance in der Westschweiz (900 MW Leistung, 22 GWh Energiekapazität bei vollem Becken) vorrätig hat.