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pv magazine Podcast: Eindrücke vom BBDF – Batteriespeicher zwischen Boom und Blockade

Der pv magazine Podcast fühlt den Puls der Batteriespeicherbranche auf dem ersten „Battery Business Development Forum“ in Frankfurt. Viele Projektentwickler stehen vor schwierigen Entscheidungen. Sollen sie weiterhin Stand-alone-Speicher entwickeln oder auf andere Ansätze, wie Co-Location-Projekte, wechseln? Wir diskutieren verschiedene Perspektiven der Beteiligten an Batterieprojekten.
Speakerframe für Podcast vom BBDF am 22.07.2025
Montage: pv magazine / Foto: Frederike Egerer

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Kommentare

Ralf Schnitzler
Jul 23, 2025

Vermutlich sind nicht nur Verteilnetzbetreiber gemeint, sondern die Netzbetreiber aller Spannungsebenen. Die im Podcast angesprochene mangelhafte bis fehlende Digitalisierung wird vermutlich zunehmen, je niedriger die Spannungsebene wird. Da ist sicherlich viel verschlafen worden. Digitale Zwillinge helfen sicherlich, aber es geht wohl nicht ohne Digitalisierung der Realität, um die Daten zu haben, die es braucht, um Energiespeicher optimal ins Netz zu integrieren.
Umso tröstlicher, dass es immer eine Option ist, mit Co-Location anzufangen. Gerade die aus dem EEG kommenden Solarparks bieten dafür eine spannende Spielwiese, die in den nächsten 5-10 Jahren viele Projekte verspricht.
Auf jeden Fall ein optimistischer Podcast, der hilfreiche Informationen und Ausblicke bietet 🙂 Danke dafür!

JCW
Jul 23, 2025

Obwohl die Netzbetreiber (gemeint sind wahrscheinlich immer die Verteilnetzbetreiber) seit Jahren wissen, was technisch auf sie zukommt, konnten sie sich nicht adäquat darauf vorbereiten, weil es an den angepassten Marktregeln fehlt. Ein eklatantes Staatsversagen. Die Merkel-Regierungen versuchten, die Energiewende zu behindern, wo es geht, so wie auch jetzt die Merz-Regierung, und die Grünen in der Ampel hingen irgendwelchen ideologisch unterfütterten Tagträumen von der Dezentralität und dem schnellen Hochlauf von E-Mobilität, Wärmepumpen und Elektrolyse nach.

Gleichzeitig sind Batteriespeicher so günstig geworden, dass sie auch mit 200 Vollzyklen/Jahr wirtschaftlich betrieben werden können, was im Umkehrschluss bedeutet, dass man so viele davon im Markt haben kann, dass sie auch eine zweitätgige Dunkelflaute überbrücken können, also nicht nur ideale Partner für die Photovoltaik, sondern auch zunehmend für die Windkraft sind. Deshalb sind die Zahlen im geltenden Netz-Entwicklungsplan viel zu niedrig angesetzt. Es wäre Zeit, dass die Übertragungsnetzbetreiber auf der Grundlage der neuen Preisverhältnisse den Netzentwicklungsplan anpassen und flexibilisieren. Wichtiger als starre Zahlen ist ein Betriebsmodell für die Batteriespeicher, das ihnen ein sicheres Arbeiten ermöglicht, und die Verbraucher vor Mondrenditen bei den Leistungserbringern schützt.

Die Batteriespeicherbetreiber selber scheinen schon weiter zu sein, wie beispielsweise Green Flexibility. Sie haben erkannt, dass die Zeiten der Maximalrenditen schon wieder vorbei sind, aber sehen natürlich auch, dass ihr Engagement für eine gute Weiterentwicklung der Energiewende unverzichtbar ist.