Erneuerbare-Investitionen in Deutschland stiegen 2023 um 67 Prozent auf Rekordwert von fast 37 Milliarden Euro

In die Installation von Photovoltaik-Anlagen flossen 2023 gut 17 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Rekord wurde aber nicht geknackt. Das geht aus einer Erhebung für das Bundeswirtschaftsministerium hervor.
Die Summe der Investitionen in Erneuerbare-Installationen in Deutschland ist 2023 sprunghaft gestiegen. | Foto: Engie/Antoine Meyssonier

Die Investitionen in Erneuerbare-Technologien – Photovoltaik, Windenergie, Bioenergie, Wasserkraft, Umweltwärme/Geothermie und Solarthermie – haben im letzten Jahr deutlich zugenommen: Fast 37 Milliarden Euro wurden in Neuinstallationen investiert, nach gut 22 Milliarden Euro im Vorjahr und knapp 15 Milliarden Euro in 2021. Damit wurde der bisherige Rekordwert von fast 28 Milliarden Euro in 2010 deutlich übertroffen. Das geht aus dem Bericht „Wirtschaftliche Impulse durch Erneuerbare Energien“ hervor, die das Zentrum für Solar- und Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg für das Bundeswirtschaftsministerium erstellt hat.

Mit gut 17 Milliarden Euro war die Photovoltaik das wichtigste Investitionsziel – sie hat einen Anteil von 47 Prozent an der Gesamtinvestition. Dahinter folgen Umweltwärme und Geothermie inklusive Wärmepumpen mit 24 Prozent und die Windenergie mit 20 Prozent.

Trotz eines Zuwachses von 115 Prozent gegenüber dem Vorjahr war 2023 gemessen an der Investitionssumme nicht einmal das stärkste Jahr der Photovoltaik. Denn 2010 flossen gar 19,6 Milliarden Euro in Neuanlagen. Installiert wurden damals 7,3 Gigawatt – im letzten Jahr waren es, bei einer etwas geringeren Investitionssumme, insgesamt 14,6 Gigawatt.

Zwei Milliarden Euro für den Betrieb von Photovoltaik-Anlagen

Verglichen mit den Investitionen in Neuinstallationen fallen die Ausgaben für den Betrieb bestehender Anlagen natürlich relativ gering aus. Bei der Photovoltaik haben die ZSW-Experten hier fast zwei Milliarden Euro ermittelt, gut ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Spitzenreiter sind hier die Technologien für Umweltwärme und Geothermie, allen voran Wärmepumpen, mit Ausgaben von 2,4 Milliarden Euro.

Insgesamt wurden im letzten Jahr gut 23 Milliarden Euro für den Anlagenbetrieb aufgewendet, circa 800 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Davon entfallen etwa zwei Drittel auf Bioenergie-Anlagen, vor allem für die Einsatzstoffe.

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Kommentare

Niklas Caprano
May 07, 2024

Machen wahrscheinlich die Abschreibungen den größten Teil aus.

JCW
May 06, 2024

Was steckt denn in den „Kosten für den Betrieb von PV-Anlagen“ alles drin? Wartung, Verwaltung und Vermarktung oder auch Pacht und Zinsen? 2 Mrd/Jahr wäre schon ein ganz schöner Happen! Bei einer Stromproduktion von 50TWh entspräche das 4ct/kWh. Das wäre schon sehr viel.