Brandenburg setzt Photovoltaik-Speicherförderung fort

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Ab sofort können wieder Anträge für die Förderung von Photovoltaik-Heimspeicher in Brandenburg gestellt werden. Das zuständige Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie in Potsdam veröffentlichte dafür eine eigene Richtlinie: das Kleinspeicherprogramm. Es schließe inhaltlich an das „1000-Speicher-Programm“ an, dass 2018 auf große Nachfrage gestoßen war. Bereits im vergangenen November hatte Brandenburg darauf aufbauend, 500 weitere Photovoltaik-Heimspeicher im Land gefördert.

Im Zuge des Programms, das über die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) abgewickelt wird, können Anträge für die Erstattung der Investitionskosten von bis zu 30 Prozent gestellt werden. Die maximale Förderhöhe beträgt dem Ministerium zufolge pro Speichersystem 3000 Euro. Die Höhe der Förderung für die Speicher, die mindestens über 2,0 Kilowattstunden Kapazität verfügen müssen, richtet sich dabei auch nach der Eigenverbrauchsquote. Wenn der Eigenverbrauch bei mindestens 50 Prozent liegt, gibt es die maximal 3000 Euro Zuschuss. Bei 40 Prozent sind es noch 2000 Euro und bei 10 Prozent solarem Eigenverbrauch werden 1000 Euro gezahlt. Eine weitere Voraussetzung für die Förderung ist, dass nicht mehr als 50 Prozent des mit der Photovoltaik-Anlage erzeugten Solarstroms ins Netz eingespeist wird.

Die Anträge können online über das Kundenportal der ILB gestellt werden. Mit der Begrenzung der Förderung auf 500 Photovoltaik-Speicher will das Land eine kurzfristige Bewilligung sicherstellen, wie es weiter hieß. Nachdem in den vergangenen Monaten viele Mitarbeiter auf die Vergabe der Corona-Soforthilfen konzentriert waren, könnten diese sich nun wieder den „normalen“ Themen widmen. „Bereits die erste Runde des Kleinspeicherprogramms im November 2019 war ein voller Erfolg und wir rechnen auch für die zweite Runde wieder mit vielen Anträgen. Mit einer vollständig digitalen Abwicklung über das ILB-Kundenportal sind wir sehr gut auf die Nachfrage eingestellt und freuen uns auf die Anträge“, erklärte ILB-Chef Tillmann Stenger.

„Das Energiesystem der Zukunft wird zumindest teilweise von dezentralen Strukturen geprägt sein. Mit den Batteriespeichern erhöhen wir nicht nur die Quote des selbst genutzten Stroms, sondern entlasten zugleich die Netze. Das senkt die Kosten und kommt allen zugute“, erklärte Landesenergieminister Jörg Steinbach. Er stellte zugleich eine weitere Förderrunde in diesem Jahr in Aussicht. „Sofern nicht wieder Unvorhergesehenes passiert, werden wir zum Jahresende die nächsten 500 Anträge zulassen“, so der Minister.

Förderung öffentlicher Ladepunkte

Ebenfalls am Montag kündigte das Landesministerium ein Förderprogramm für öffentlich zugängliche Normal- und Schnellladepunkte an. Der Zuschuss bewege sich zwischen 3000 und 30.000 Euro und könnte von Firmen sowie Kommunen beantragt werden. Privatpersonen seien hingegen nicht antragsberechtigt. Die Anträge können bis zum 31. Oktober 2020 gestellt werden. Die Mittel dafür stammen aus dem Haushalt des Landes und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, hieß es weiter. Angaben zum Gesamtfördervolumen des Programms machte das Ministerium zunächst nicht.