GLS Bank finanziert Wasserstoff-Modellprojekt „eFarm“ von GP Joule

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Als Konsortialführer finanziert die GLS Bank gemeinsam mit den regionalen Partnern VR Bank Westküste eG und Nord-Ostsee Sparkasse mit anfangs 7,4 Millionen Euro das Wasserstoff-Modellprojekt „eFarm“. Langfristig sollen noch 4,4 Millionen Euro für das Projekt hinzukommen, bei dem GP Joule die Nutzung von grünem Wasserstoff für den Verkehrssektor voranbringen will, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Daneben gibt es auch eine Förderung von acht Millionen Euro vom Bundesverkehrsministerium.

Ende 2018 fiel der Startschuss für das Wasserstoff-Projekt „eFarm“ in Nordfriesland. Es ist der Aufbau einer kompletten Wasserstoff-Infrastruktur vorgesehen, wie es damals hieß. Der Strom aus fünf Windparks in der Region soll dabei in grünen Wasserstoff gewandelt, der dann an zwei Wasserstoff-Tankstellen in Husum und Niebüll geliefert und dort zur Betankung von Fahrzeugen – zwei Brennstoffzellenbussen und fünf -PKW – genutzt wird. Neben der Sektorkopplung will GP Joule mit seinem Modellprojekt auch Alternativen zum Netzausbau und Wege für eine stärkeren Nutzung des in Schleswig-Holstein lokal erzeugten Windstroms aufzeigen. Zudem fällt bei der Herstellung des grünen Wasserstoffs auch Wärme an, die in die Nahwärmenetze gespeist wird.

„Wir schaffen durch die e-Farm zusätzliche Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien vor Ort, da wo sie erzeugt werden“, erklärt Ove Petersen, CEO der GP Joule. „Das stärkt die Akzeptanz für den weiteren Ausbau von Wind- und Sonnenstrom und zeigt, dass alle in der Region direkt von der Energiewende profitieren können.“ Für die GLS Bank passt das Projekt zum eigenen Ansatz einer sozial-ökologischen Transformation. Für eine nachhaltige Wirtschaft brauche es 100 Prozent erneuerbare Energien. „Das funktioniert nur, wenn wir erneuerbare Energien sektorübergreifend nutzen. Über den Umweg Wasserstoff bringen wir Windenergie in den Tank. Das ist Teil der Mobilitätslösung“, sagt Dirk Kannacher, Vorstand der GLS Bank.