Photovoltaic Austria fordert Sicherstellung der Solarförderung für kleine Anlagen

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Nach der Verabschiedung des Notpakets durch das Parlament Ende September schient in Österreich erstmal alles eitel Sonnenschein für die Photovoltaik-Branche zu sein. So war eine deutliche Aufstockung der Solarförderung vereinbart worden – jährlich stehen jeweils 36 Millionen Euro zwischen 2020 und 2022 für den Ausbau der Photovoltaik bereit. Doch am 30. November läuft nun die Förderung von Photovoltaik-Kleinanlagen über den Klima- und Energiefonds aus. Photovoltaic Austria (PVA) forderte daher nun, diese erfolgreiche Förderschiene „nicht aushungern“ zu lassen. Dennoch noch ist unklar, ob die Förderung auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird.

In diesem Jahr seien mit den Fördermitteln Photovoltaik-Anlagen mit mehr als 35 Megawatt entstanden. Dabei startete der Klima- und Energiefonds mit einem eher dürftigen Budget von 4,3 Millionen Euro, was über das Jahr mehrfach aufgestockt wurde. Insgesamt standen für die kleinen Photovoltaik-Anlagen am Ende 9,3 Millionen Euro zur Verfügung. „Über die Jahre optimiert, ermöglicht die Förderschiene eine klare und einfach kalkulierbare Handhabung, perfekt für Endkunden. Damit schafft diese breitenwirksame Förderschiene auch die Grundlage für die von der Politik viel zitierte Mitmachbewegung der Bevölkerung“, erklärt PVA-Vorstandschef Herbert Paierl dazu. Dieses Förderprogramm sei daher „das Rückgrat der Energiewende“. Es sei jedoch unabdingbar, die Ausgestaltung der Förderung über mehrere Jahre festzulegen, um Branche und Kunden Planungssicherheit zu geben.

Der Verband PVA warnt davor, wie 2018 die Förderstart zu verschieben. Dies würde die Verunsicherung weiter erhöhen. „Auch wenn das kürzlich beschlossene Notpaket, zumindest im größeren Anlagensegment für Kontinuität sorgt, gibt es für die Kleinanlagen noch immer keine langfristig tragfähige Struktur“, kritisiert Paierl. Er forderte von der zuständigen Bundesministerin Maria Patek, umgehend eine Anschlussförderung zu schaffen.

Wenn Österreich sein Ziel, einer 100-prozentigen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bis 2030 schaffen will, dann braucht das Land eine installierte Photovoltaik-Leistung von 15 Gigawatt. Davon ist es noch weit entfernt. Photovoltaic Austria fordert daher ein ganzes „Maßnahmenbündel“ zu planen und umzusetzen. Dazu gehöre auch eine landesweite Verpflichtung für Photovoltaik-Anlagen auf Neubauten, ein vereinfachter Netzzugang oder Flächenausweisungen für große Photovoltaik-Anlagen.