Athos Solar beginnt Bau von 40 Megawatt Photovoltaik-Anlage ohne Förderung in Spanien

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Auf einer 90 Hektar großen Freifläche in der südspanischen Provinz Castilla La Mancha hat die Athos Solar GmbH vor wenigen Tagen mit dem Bau einer 40 Megawatt Photovoltaik-Anlage begonnen. Nach einer Bauzeit von rund sechs Monaten soll der Solarpark im Frühjahr 2020 ans Netz gehen, wie es am Mittwoch von dem deutschen Unternehmen hieß. Die mehr als 105.000 monokristalline Solarmodule sollen dann jährlich über 80 Millionen Kilowattstunden Solarstrom produzieren. Die Photovoltaik-Anlage entsteht dabei komplett ohne staatliche Förderung. Es ist das erste Projekt dieser Art des Heidelberger Unternehmens und auch die erste Anlage, die es in Spanien realisiert.

Es sei geplant, den Solarpark nach der Fertigstellung an institutionelle Investoren zu verkaufen. Noch ist allerdings auch nicht klar, ob Athos Solar den erzeugten Solarstrom direkt an der Börse verkaufen wird oder über einen PPA an einen Abnehmer liefert. Die daraus entstehenden Erlöse stellen in beiden Fällen eine attraktive Verzinsung des investierten Kapitals auch ohne staatliche Förderung sicher, wie es weiter hieß. Mit dem Einsatz einachsiger Tracker in dem Solarpark könnten die Erträge zusätzlich gesteigert werden.

Das Areal, auf dem die Photovoltaik-Anlage entsteht, ist speziell für die Nutzung erneuerbarer Energien entwickelt worden. Insgesamt sollen dort Anlagen mit 800 Megawatt entstehen. Der Solarpark von Athos Solar werde zunächst über ein privates 132 Kilovolt – und anschließend über ein in die öffentliche Infrastruktur eingebundenes 400 Kilovolt-Umspannwerk an das Stromnetz angeschlossen. Das 400 Kilovolt-Umspannwerk umfasse den derzeit größten in Spanien verbauten Transformator.

„Erneuerbare-Energien-Anlagen nehmen nur dann eine zentrale Rolle bei der Energieversorgung ein, wenn die Investition und der Betrieb wirtschaftlich sinnvoll sind. Photovoltaik-Anlagen ohne Förderung erachten wir als nächsten Schritt im Umbau der Energieerzeugung und im Kampf gegen den Klimawandel“, sagt Christian Linder, Geschäftsführer von Athos Solar. Die zu erwartetenden hohen Solarstromerträge machten Photovoltaik-Anlagen in Südspanien zu „einer sehr guten und nachhaltigen Infrastruktur-Investition“.

Wenn der Zeitplan klappt, dass hat Athos Solar weniger als ein Jahr vom Erwerb der Projektrechte bis zum Netzanschluss gebraucht. Dies funktioniere wegen der langjährigen Zusammenarbeit mit einem Generalunternehmer, der die Anlagen entwickelt und errichtet. Athos Solar will seine Aktivitäten in Spanien auch weiter ausbauen. Dazu prüft es derzeit den Kauf weiterer Projektrechte.