Europäische Unternehmen haben 2019 bislang PPAs mit einem Volumen von 1,6 Gigawatt geschlossen

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Die RE-Source Platform – ein Zusammenschluss von Solarpower Europe, Windeurope sowie den Unternehmensinitiativen RE100 und World Business Council for Sustainable Development – sieht großes Potenzial für Power Purchase Agreements (PPA) in der Industrie. In den vergangenen fünf Jahren haben europäische Unternehmen solche Stromlieferverträge mit einem Volumen von 7,5 Gigawatt abgeschlossen, davon allein 1,6 Gigawatt im Jahr 2019. Für die nächsten zehn Jahre erwartet die Plattform ein deutliches Wachstum.

In den vergangenen Wochen haben Konzerne überall auf der Welt umfassende Verträge über den Direktbezug von Solar- und Windstrom verkündet, so die RE-Source Platform. Google zum Beispiel habe kürzlich den größten Erneuerbare-Energien-Deal seiner Geschichte bekannt gegeben. Teil dessen sei ein Vertrag über 800 Megawatt in Europa. „Die wachsende Zahl von PPAs in Europa verdeutlicht die zunehmende Dynamik bei den erneuerbaren Energien. Für die Lieferanten bedeutet das neue Möglichkeiten für ihr Geschäft“, erklärt Walburga Hemetsberger, CEO of SolarPower Europe.

Die RE-Source Platform meldet desweiteren, dass sie eine Kooperation mit der europäischen Einheit des Verbands Airports Council International eingegangen ist, in dem sich Flughafenbetreiber zusammengeschlossen haben. PPAs sollen der Branche helfen, bis 2050 klimaneutral zu wirtschaften. Zudem hat die Plattform von Google 500.000 Euro Fördermittel erhalten, um neue Geschäftsmodelle für den Direktbezug von Grünstrom zu entwickeln, Schulungen anzubieten und Unternehmen beim Abschluss von PPAs zu unterstützen.

Die Plattform zitiert eine Studie der EU-Kommission, nach der eine Wertschöpfung von mehr als 750 Milliarden Euro entstünde, wenn die europäischen Unternehmen 30 Prozent ihres Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen decken würden. Zugleich könnten damit mehr als 220.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Verbraucher aus Industrie und Gewerbe stehen für mehr als die Hälfte des Energieverbrauchs in Europa. Gerade Großkonzerne aus der Stahl-, Aluminium-, IT- und Chemieindustrie könnten mit PPAs einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass die EU ihr Erneuerbare-Energien-Ziel von 32 Prozent bis 2030 erreicht.