Centrotherm übertrifft 2018 die eigenen Prognosen

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Mehr als zufrieden zeigt sich die Centrotherm International AG mit den Zahlen für das Geschäftsjahr 2018. Der Photovoltaik-Anlagenbauer meldet 180 Millionen Euro Umsatz und ein Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA) von 6,6 Millionen Euro. Bei seinen Prognosen war das Unternehmen für 2018 noch von 110 bis 150 Millionen Euro Umsatz und einem lediglich ausgeglichenen EBITDA ausgegangen – immerhin war das EBITDA 2017 bereinigt um Einmaleffekte noch mit rund sechs Millionen Euro im Minus. Das Ergebnis nach Steuern beziffert Centrotherm für 2018 mit zwei Millionen Euro.

Als Gründe für die besser als erwartet ausgefallene Jahresbilanz nennt das Unternehmen die erfolgreiche Abnahme von Großprojekten vor dem Jahresende 2018 sowie erste Maßnahmen des Strategiekonzepts „challenge 23“. Sowohl beim Mutterkonzern als auch bei der Tochtergesellschaft FHR Anlagenbau sei es gelungen, Kosten zu reduzieren und die Effizienz zu steigern.

Mit Blick auf die Auftragsentwicklung 2018 bezeichnet Centrotherm die Nachfrage aus der Halbleiter- und Mikroelektronikindustrie als sehr positiv. Der Auftragseingang in diesem Geschäftsbereich habe sich gegenüber dem Vorjahr auf rund 45 Millionen Euro verdoppelt. Das sei der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte. Größere Investitionen in neue Produktionskapazitäten für Hocheffizienzsolarzellen habe es hingegen 2018 wegen der geänderten Förderpolitik in China nicht gegeben. Insgesamt seien von der Photovoltaik-Industrie Aufträge mit einem Volumen von 88,2 Millionen Euro bei Centrotherm eingegangen.

2019 will das Unternehmen Solarzellenherstellern mit einer neuen Anlagengeneration für PECVD- und LPCVD-Prozesse sowie Solarzellenkonzepte mit passivierten Kontakten weitere, deutliche Steigerungen der Wirkungsgrade ermöglichen. Auch in anderen Bereichen habe der Konzern die Produktpalette erweitert. Von strategisch hoher Bedeutung sei zudem der Ausbau der Präsenz in China. Technologie-Know-how sowie Forschung & Entwicklung sollen laut Centrotherm jedoch in Blaubeuren bleiben, ebenso die Produktion wesentlicher und sensibler Anlagenkomponenten.

Für das Geschäftsjahr 2019 geht der Vorstand von einer grundsätzlich positiven Entwicklung in allen Branchen aus. Das Umsatzziel beziffert das Unternehmen mit 90 bis 150 Millionen Euro, das Konzern-EBITDA soll ausgeglichen bis positiv ausfallen.