Audiopodcast: Warum überzeugen Wärmepumpen und Sektorenkopplung noch zu wenige?

Sektorenkopplung ist ein Selbstläufer im Dornröschenschlaf. Zu dieser Schlussfolgerung kommt pv magazine Redakteurin Cornelia Lichner im aktuellen pv magazine Podcast. Dort hören Sie unter anderem ihre Interviews mit Marek Miara, der am Fraunhofer ISE Langzeitstudien zur Qualität und Effizienz von Wärmepumpen betreut, und mit Fronius-Experten Klaus Kramler und Volker Haider. Was die Wärmepumpen angeht, stimmen die Ergebnisse des ISE auch für deren Verwendung im Bestand positiv.
Foto: Fotolia/slavun/ Montage: pv magazine

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Kommentare

pv magazine Audiopodcast: Keine Zeit für Wärmepumpen? – pv magazine Deutschland
Jul 04, 2019

[…] haben das Gespräch direkt im Anschluss an unseren ersten „Sektorenkopplungs“-Podcast „Warum überzeugen Wärmepumpen und Sektorenkopplung noch zu wenige“ Anfang des Jahres aufgenommen, um einen Einblick in die täglichen Herausforderungen für […]

Franze
Jan 21, 2019

Wir haben den höchsten Stromverbrauch im Dezember. Wenn es dann richtig kalt wird, so -20° wie soll dann eine Wärmepumpe noch Wärme erzeugen? Da ist ein Heizlüfter genau so wirkungsvoll. Und dann geht uns der Strom wirklich aus.

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Cornelia Lichner
Jan 21, 2019

Sehr geehrter Franze,
das ist ein wichtiger Punkt, den Sie da ansprechen, wenn auch mit sehr viel Pessimismus im Tonfall. Ich würde da differenzieren. Sole-Wärmepumpen oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen sind nicht unmittelbar vom Wetter abhängig, da die Temperaturen im Erdboden oder im Grundwasser nicht so stark schwanken, wie die Lufttemperatur. Luft-Wasser-Wärmepumpen jedoch, die aufgrund der günstigen Anschaffungskosten einen großen Teil am Absatz von Wärmepumpen haben, haben bei knackigen Minusgraden einen hohen Stromverbrauch. Dieser fällt auch mit der dunkelsten Zeit im Dezember zusammen, in der ohnehin schon viel Strom verbraucht wird. Puristen würden jetzt vielleicht auf die Möglichkeit von Saisonspeichern verweisen, mit denen man im Sommer Wasserstoff oder Methan erzeugen und in Gasspeichern für die Rückverstromung im Winter aufbewahren kann, aber das ist sicherlich keine Heimlösung. Aber die Verwendung von Netzstrom ist ja nicht verboten und die Energy Charts des Fraunhofer ISE (https://www.energy-charts.de/ren_share_de.htm?source=ren-share&period=monthly&year=2018) zeigen, dass der Anteil erneuerbar erzeugten Stroms im Winter nicht dramatisch abnimmt. So lag der Durchschnitt des EE-Stromanteils 2018 bei der Nettoerzeugung bei 40 Prozent. Der Januar kam auf 41 Prozent und der Dezember auf knapp 44 Prozent. Im Februar waren es immerhin noch 32 und 35 Prozent. Es sieht also meines Erachtens nicht danach aus, als ob uns kurzfristig der Strom aus geht. Und ehrlich gesagt auch nicht danach, dass die Zahlen an Luft-Wasser-Wärmepumpen in der nächsten Zeit dramatisch in die Höhe schnellen. Falls das passiert und der Kohleausstieg beschlossen werden sollte, passiert das nicht plötzlich und man kann immer noch gegensteuern. Die Regelbarkeit von Wärmepumpen und flexible Strompreise sind Ansätze, die dafür bereit stehen. Auch jetzt könnten Netzbetreiber wohl schon Wärmepumpen vom Netz nehmen, müssen sie aber offenbar nicht.

Haider
Jan 21, 2019

Die Erde erwärmt sich, und das schon seit mehr als 20.000 Jahre. Wir können es nicht verhindern, nur verlangsamen, in dem wir keine neue Wärme produzieren, sondern vorhandene Wärme gezielter nutzen! Wärmepumpe, Luft-Wasser oder Wasser-Wasser, alles super und doch lässt uns die Regierung im stich, weil unsere gewählten Vertreter die Zusammenhänge nicht erkennen möchten, oder die Lobbyisten ihnen falsches „Vorsagen“.
Ich habe um Fördermittel in einer anderen Anlagenform angefragt, da eine Wärmepumpe Wasser-Wasser örtlich nicht möglich ist; und habe keine Antwort erhalten – bei der Nachfrage heiß es: die geplante Anlage sei zu groß!
Wer bestimmt die Größe einer Anlage – doch das Projekt „Haus“ und die mögliche Anzahl der Bewohner, und nicht der Sachbearbeiter am Schreibtisch. So werden viele sinnvolle Projekte eingestampft, weil Entscheider nicht die Globalität sehen oder erkennen.
Ein anderer Punkt bei jeder Anlageform ist der Einsatz von Strom. Strom den wir explizit erzeugen müssen. Wann brauchen wir die Wärme im privaten Bereich? Meistens im Winter und / oder Nachts, wenn wir von PV Anlagen keine Energie bekommen. Also müssen wir weiterdenken – die Wärmeenergie speichern! Oder sollen wir die Elektroenergie speichern? Wie und in welcher Menge? Viele Forschungsprogramme laufen im „Geheimen“. WARUM?