BDEW und DVGW: Politik muss Bedingungen für die Koppelung von Strom- und Gas-Infrastruktur verbessern

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Wie lassen sich die Strom- und die Erdgas-Infrastruktur optimal miteinander verknüpfen? Was bringt Power-to-Gas für die Integration der erneuerbaren Energien, für Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit? Und welche technischen und regulatorischen Bedingungen müssen für die Koppelung von Strom und Gas erfüllt sein? Diese und weitere Fragen beantwortet die neue Broschüre „Infrastrukturen verbinden“, die der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und das Kompetenznetzwerk im Gas- und Wasserfach DVGW jetzt vorgelegt haben.

Die beiden Verbände wollen mit ihrer Publikation eine klare Botschaft transportieren: Die Nutzung von zunehmend regenerativ erzeugtem Gas ist ihrer Überzeugung nach langfristig volkswirtschaftlich günstiger als eine Vollelektrifizierung aller Sektoren. Dabei stützen sie sich auf eine Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena), nach der der Klimaschutz bei einem breiten Technologiemix mit Power-to-Gas als starker Säule bis 2050 volkswirtschaftlich um insgesamt bis zu 600 Milliarden Euro günstiger kommt als eine vollständige Elektrifizierung der Wärmeversorgung und des Verkehrs.

Zudem, so BDEW und DVGW, erhöhe der parallele Betrieb der Strom- und Gasnetzinfrastruktur die Resilienz der Energieversorgung. Dabei verweisen sie unter anderem auf die hohe Speicherkapazität der deutschen Gas-Infrastruktur. Schon heute transportierten die Netze annähernd doppelt so viel Energie wie die Stromnetze. Die an das Gasnetz angeschlossenen Gasspeicher verfügten zudem über eine Speicherkapazität, deren Energiegehalt rund einem Drittel des jährlichen Stromverbrauchs in Deutschland entspreche.

BDEW und DVGW betonen allerdings, dass noch eine Reihe von politischen Hemmnissen abgebaut werden müssten, um Power-to-Gas-Anlagen wirtschaftlich betreiben zu können. Das sei Voraussetzung, um die technologische Weiterentwicklung zu stimulieren und Kostensenkungspotenziale zu erschließen. Sie verlangen von der Politik, einen Ordnungsrahmen zu schaffen, der den Betrieb der Gasinfrastruktur auch langfristig ermöglicht. Strom- und Gasnetze sollten abgestimmt aufeinander geplant und Power to Gas dabei als zentrale Technologie berücksichtigt werden.

Die Publikation kann hier herunter geladen werden.