BAFA: AKW-Betreiber können ihre finanziellen Verpflichtungen beim Rückbau der Meiler erfüllen

Teilen

Nach Einschätzung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) werden die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke ihre finanziellen Verpflichtungen beim Rückbau der Meiler erfüllen können. Das hat eine Prüfung ihrer Rückstellungen sowie ihrer Darstellung der liquiden verfügbaren Mittel ergeben.

Die Betreiber der 23 Kernkraftwerke haben zum 31. Dezember 2017 Rückstellungen in Höhe von insgesamt 21 Milliarden Euro gebildet. Die Prüfung des BAFA führte zu keinen Beanstandungen. Die Betreiber seien durch Kostenübernahmevereinbarungen, Ergebnisabführungsverträge und Forderungen gegenüber Konzernunternehmen weitgehend abgesichert. Darüber hinaus erwirtschafteten die noch im Betrieb befindlichen Kernkraftwerke bis längstens zum Jahr 2022 Erträge. Das BAFA hat keine Anhaltspunkte, dass die Betreiber – insbesondere in den nächsten drei Geschäftsjahren – ihren Rückbauverpflichtungen nicht nachkommen können, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Laut BAFA müssen in den Jahren 2018 bis 2020 Rückstellungen in Höhe von insgesamt ca. 4,3 Milliarden Euro in Anspruch genommen werden. Die liquiden Mittel für diesen Zeitraum stehen den Energieversorgungsunternehmen größtenteils direkt oder in Form von sofort liquidierbaren Vermögenswerten zur Verfügung.

Es ist der erste Bericht dieser Art. Die Betreiber der AKWs sind verpflichtet, dem Bundesamt jährlich eine Aufstellung der Rückstellungen für die Rückbauverpflichtungen sowie eine Darstellung der verfügbaren liquiden Mittel vorzulegen. Das soll die Transparenz über die finanzielle Vorsorge der Betreiber erhöhen. Die Bundesregierung hat auf Basis der BAFA-Prüfung einen Bericht erstellt, der dem Bundestag vorgelegt wurde.