Italien weitet steuerliche Anreize für private Photovoltaik-Anlagen auf Heimspeicher aus

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von pv magazine global

Der steuerliche Anreiz für die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Wohngebäuden im Zusammenhang mit nachhaltigem Neubau und Sanierungen wird auf kleine Speichersysteme ausgeweitet. Nach einem aktuellen Dokument der italienischen Finanzbehörde kann ein Abzug der Einkommenssteuer (IRPEF) von maximal 50 Prozent der entstandenen Kosten bis zu einem Höchstbetrag von 96.000 Euro auch auf den Kauf eines Speichersystems angewendet werden, wenn dieses im Zusammenhang mit einer neuen oder bestehenden Photovoltaik-Anlage installiert wird. Der Anreiz gilt unter der Bedingung, dass das Speichersystem als „funktional mit der Anlage verbundenes Element konfiguriert ist, das deren Potenzial verbessert“, wie die Behörde betont.

Der Abzug von 50 Prozent wird aber nur für private Erneuerbaren-Projekte gewährt, die auf eine Versorgung der Haushalte abzielen. Das Kostenlimit von 96.000 Euro ist für die Kosten von Photovoltaik-Anlage und Speichersystem zusammen vorgesehen. Der Einkommenssteuerabzug ist einer der wichtigsten Triebfedern für die Entwicklung des Marktes für private Photovoltaik-Dachanlagen in Italien in den vergangenen Jahren gewesen. Nun könnte es das Geschäft mit Photovoltaik-Heimspeichern beleben, zumal in den vergangenen zehn Jahren viele Dachanlagen installiert wurden.

Nach der jüngsten Statistik des italienischen Erneuerbaren-Verbands Anie Rinnovabili dominieren Photovoltaik-Anlagen bis maximal 20 Kilowatt Leistung die Photovoltaik-Landschaft. In diesem Jahr summiert sich die neu installierte Leistung in diesem Segment bislang auf 67,7 Megawatt.

Hinsichtlich der Entwicklung des Speichermarktes im Land haben italienische Zentral- und Regionalbehörden im vergangenen Jahr mehrere Versuche unternommen. Im Juni 2017 hat die italienische Energieagentur GSE neue technische Vorschriften für die Integration von Speichersystemen in Kombination mit Photovoltaik- und erneuerbaren-Kraftwerken veröffentlicht. Zudem hat das Energieministerium der Lombardei, Italiens industrialisierteste Region, bislang rund sieben Millionen Euro ausgeschüttet, um Speicherprojekte in Kombination mit Photovoltaik-Anlagen bis 20 Kilowatt zu fördern. Das Fördersystem gewährt Zuschüsse bis zu 3000 Euro.