Bundesnetzagentur startet nächste Photovoltaik-Ausschreibungsrunde mit reduziertem Volumen

Teilen

Die Bundesnetzagentur hat am Freitag die nächste Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Anlagen ab 750 Kilowatt Leistung eröffnet. Bis zum 1. Juni können die Gebote eingereicht werden. Das Gesamtvolumen für die Zuschläge beträgt 182,479 Megawatt. Zum Hintergrund erklärt die Bonner Behörde auf ihrer Website, dass von dem ursprünglichen Gebotsvolumen von 200 Megawatt nach § 28 Absatz 2a EEG „die Summe der installierten Leistung der Freiflächenanlagen abzuziehen (ist), deren anzulegender Wert gesetzlich bestimmt worden ist und die in dem jeweils vorangegangenen Kalenderjahr an das Register als in Betrieb genommen gemeldet worden sind“. Deren Gesamtleistung habe sich im vergangenen Jahr auf 52,562 Megawatt summiert. Verteilt auf die nächsten drei Ausschreibungsrunden würden daher nun gut 17,5 Megawatt jeweils von Gebotsvolumen abgezogen. Ein Sprecher bestätigte auf Nachfrage von pv magazine, dass sich diese ermittelte Summe auf die Freiflächenanlagen bis 750 Kilowatt bezieht, die im vergangenen Jahr gemeldet wurden und im Anlagenregister verzeichnet sind. Diese EEG-Regelung greife erstmals in diesem Jahr.

Der Höchstwert für die Gebote liegt weiterhin bei 8,84 Cent pro Kilowattstunde. Von diesem Wert sind die Zuschlagswerte aber weit entfernt. In der letzten Ausschreibungsrunde vom Februar lag der durchschnittliche Zuschlagswert bei 4,33 Cent pro Kilowattstunde – die erfolgreichen Gebote bewegten sich zwischen 3,86 und 4,59 Cent pro Kilowattstunde. Ob alle erfolgreichen Bieter die Zweitsicherheit hinterlegt haben, konnte ein Sprecher der Bundesnetzagentur zunächst nicht bestätigen. Eine detaillierte Auswertung der Ausschreibungsrunde hat die Behörde bislang noch nicht veröffentlicht, will dies aber wohl in den kommenden Tagen tun.

Die Bundesnetzagentur wies für die Runde im Juni darauf hin, dass weiterhin Gebote für Projekte auf Ackerland- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten der Länder Baden-Württemberg und Bayern abgegeben werden können. Für das Ländle seien noch Zuschläge mit einem Gesamtvolumen von 96,55 Megawatt in diesem Jahr möglich. Für den Freistaat sind noch bis 20 Zuschläge möglich, wie es weiter hieß. Dieses Kontingent könnte sich allerdings noch reduzieren, sofern bei der gemeinsamen Ausschreibung von Photovoltaik und Windkraft an Land Projekte auf diesen Flächenkategorien einen Zuschlag erhalten. Die Ergebnisse dieser Ausschreibung dürfte die Bundesnetzagentur in den kommenden Tagen veröffentlichen, da der Stichtag für die Gebotsabgabe Anfang April vorbei ist.