KfW fördert rund 6900 Photovoltaik-Heimspeicher 2017

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Im vergangenen Jahr hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) insgesamt rund 6900 Kreditanträge für die Förderung von Photovoltaik-Heimspeichern zugesagt. Sie hätten ein Gesamtvolumen von 123 Millionen Euro gehabt, sagt ein KfW-Sprecher auf Anfrage von pv magazine. Die exakte Auswertung für Dezember liege voraussichtlich erst nächste Woche vor. Nach ersten Schätzungen seien im letzten Monat 2017 gut 500 Zusagen für die Förderung von Photovoltaik-Heimspeichern mit rund neun Millionen Euro Volumen erteilt worden.

Die monatliche Auswertung der KfW zeigt, dass im vergangenen Jahr im Juni die meisten Zusagen erteilt wurden. Vor der Absenkung des Tilgungszuschusses zur Jahresmitte sind demnach 802 Kreditanträge mit einem Volumen von gut 14 Millionen Euro für Photovoltaik-Speicher bewilligt worden. Im März und Juli waren es mit 800 respektive 785 Zusagen nur unwesentlich weniger. Im Oktober sind 482 und im November 338 Anträge für die Förderung von Photovoltaik-Heimspeichern bewilligt worden, wie aus den KfW-Zahlen weiter hervorgeht. Eher verhalten war die Nachfrage nach der Förderung demnach auch im August, als die Kreditanstalt 381 Zusagen erteilte.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte die eigentlich erst für den 1. Januar 2018 geplante Absenkung des Tilgungszuschusses auf 13 Prozent auf den 1. Oktober vorgezogen. Gleichzeitig hatte es die Bundesmittel für den Tilgungszuschuss so weit aufgestockt, dass die Förderung für bis zu 10.000 Photovoltaik-Batteriespeichersysteme im vergangenen Jahr ausgereicht hätte. So wollte die Politik verhindern, dass die KfW-Speicherförderung wie im Jahr zuvor zum Jahresende auf Eis gelegt werden muss, weil die Mittel für den Tilgungszuschuss ausgeschöpft sind. 2016 hatte die KfW bis zum Förderstopp im Oktober rund 6500 Kreditanträge mit einem Volumen von 105 Millionen Euro bewilligt.

Zum Jahreswechsel ist die Höhe des Tilgungszuschusses (siehe Grafik), der aus Bundesmitteln finanziert wird, nochmals von 13 auf 10 Prozent gesenkt worden. Wie im vergangenen Jahr muss das Bundeswirtschaftsministerium die Mittel dafür in seiner vorläufigen Haushaltsführung bereitstellen. „Für das laufende PV-Batteriespeicherprogramm wurden im 1. Regierungsentwurf zum Haushaltsplan 2018 bis zu 8,5 Millionen Euro für 2018 vorgesehen“, erklärte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums auf Anfrage von pv magazine. „Auch während der vorläufigen Haushaltsführung ist die Gewährung von neuen Tilgungszuschüssen möglich, hierzu wird im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung ein Teil des vorgesehenen Budgets bereitgestellt.“ Die KfW rechnet nicht mit großen Verzögerungen bei der Freigabe der Mittel für den Tilgungszuschuss. „Besondere Schwierigkeiten aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung sehen wir wie auch in den vergangenen Jahren nicht“, so der Sprecher der Bank weiter.

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Quelle: KfW

Nach Angaben des Bündnisses „Zukunft Altbau“ stehen in diesem Jahr Mittel für den Tilgungszuschuss für etwa 5000 Photovoltaik-Heimspeicher zur Verfügung. Die Förderung wird nur so lange gewährt, wie Geld vorhanden ist. Daher könnten die Mittel vor dem Jahresende ausgeschöpft sein. Offiziell läuft das KfW-Förderprogramm für Photovoltaik-Speicher bis zum Jahresende. Der Tilgungszuschuss – der in diesem Jahr nicht mehr gesenkt werden soll – kann für Batteriesysteme beantragt werden, die im Zusammenhang mit einer Photovoltaik-Anlage bis 30 Kilowatt Leistung installiert werden. Die Photovoltaik-Anlage muss dabei nach dem 31. Dezember 2012 in Betrieb genommen sein oder kann auch neu installiert werden.