SMA knackt Drei-Gigawatt-Marke in Indien

Die SMA Solar Technology AG hat 2017 Photovoltaik-Wechselrichter mit einer kumulierten Leistung von mehr als einem Gigawatt nach Indien geliefert. Die insgesamt in Indien installierte SMA Wechselrichter-Leistung übersteige damit die Drei-Gigawatt-Marke, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

„Das große Engagement der indischen Regierung für den Ausbau der Photovoltaik hat in den vergangenen drei Jahren für eine stark steigende PV-Nachfrage gesorgt“, erklärt John Susa, Executive Vice President of Sales dür den asiatisch-pazifischen Raum und Nordamerika bei SMA. „Wir freuen uns besonders, dass unser Wachstum im indischen Markt nicht nur vom bereits etablierten PV-Kraftwerks-Geschäft getrieben wird, sondern auch vom immer bedeutender werdenden Segment der gewerblichen Photovoltaik-Anlagen“, ergänzt Rakesh Khanna, General Manager von SMA India. So konnte der deutsche Wechselrichter-Hersteller in diesem Segment die verkaufte Leistung im Vergleich zum Vorjahr nach eigenen Angaben verdoppeln und seinen Marktanteil hier auf rund 30 Prozent ausbauen. „Bei den PV-Kraftwerken gehören wir mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent ebenfalls zu den führenden Anbietern“, sagt Khanna.

SMA ist am indischen Markt seit 2010 mit einer eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaft vertreten. Das Angebot umfasst laut Unternehmen Wechselrichter, Kommunikationsprodukte für Photovoltaik-Anlagen jeder Größenordnung, Energiemanagementsysteme und Serviceleistungen. Neben netzgekoppelten Photovoltaik-Anlagen kämen von SMA entwickelte Insel- und Photovoltaik-Diesel-Hybridlösungen bei der Elektrifizierung von abgelegenen Gebieten ohne Netzanschluss zum Einsatz.

Bis 2022 will die indische Regierung 100 Gigawatt installierte Photovoltaik-Leistung im Land erreichen. 2017 und 2018 sollen dafür insgesamt 20 Gigawatt für Photovoltaik-Kraftwerke ausgeschrieben werden, für die ersten 3,6 Gigawatt habe es diese Ausschreibungen bereits gegeben.

Die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW hat aktuell einen Vertrag in Höhe von 150 Millionen Euro mit der State Bank of India unterzeichnet. Das Ziel dieser ersten von zwei geplanten Kreditlinien sei es, damit Endkredite für die Installation von Photovoltaik-Anlagen zu refinanzieren. Die beiden Kreditlinien sollen so Investitionen für Photovoltaik-Anlagen in Höhe von bis zu 400 Millionen Euro ermöglichen, wodurch nach KfW-Angaben eine Kapazität von mindestens 400 Megawatt geschaffen wird.