Gewerbe setzt auf Photovoltaik-Eigenverbrauch

Wie die aktuelle Erhebung von EuPD Research zeigt, hat sich das Hauptmotiv für den Kauf einer Photovoltaik-Anlage von der Rendite zum Eigenverbrauch verlagert. Demzufolge geben knapp die Hälfte der Gewerbekunden, die ihre Photovoltaik-Anlage vor 2011 installiert haben, Renditeerwartungen als Hauptgrund an. Dem gegenüber benannten gut 60 Prozent der Gewerbekunden, die ihre Anlage zwischen Mitte 2016 und 2017 installierten, Eigenverbrauch als Hauptgrund für die Installation. „Diese Entwicklung ist im Hinblick steigender Strompreise und gleichzeitig sinkender Investitionskosten für PV-Anlagen klar nachvollziehbar“, erklärt Martin Ammon, Leiter Energiewirtschaft bei EuPD Research, am Montag.

Die Ergebnisse des Gewerbemonitors der Bonner Analysten zeigten jedoch auch, dass Befragte, die ihren Solarstrom selbst nutzen, mit einer geringeren Rendite rechnen als solche, die den Strom einspeisen. Allerdings konnte nur die Hälfte der Befragten, die den Strom zum Eigenverbrauch nutzen, eine Angabe zur Renditeerwartung machen.

Im zweiten Jahr in Folge hat das Unternehmen eine Studie zu Photovoltaik-Gewerbekunden erstellt. EuPD Research bezog für den „Gewerbe-Monitor 2.0“ 311 Gewerbekunden in die Auswertung ein, die mindestens eine Photovoltaik-Anlage über 30 Kilowatt Leistung betreiben, und befragte die Teilnehmer zum Kaufprozess, dem Nutzungsverhalten, der Renditeerwartung und dem Einsatz von Speichern für Photovoltaik. Insbesondere in der Land- und Forstwirtschaft erwägen Gewerbekunden EuPD Research zufolge zu 62 Prozent den Einsatz von Batteriespeichern.

In der aktuellen Ausgabe des pv magazine Deutschlands lesen Sie, wie die Nachfrage trotz der sich wandelnden Investitionsmotive zuletzt in allen Segmenten gestiegen sind. Zudem ist dort auch eine aktuelle Renditegrafik für gewerbliche Dachanlagen enthalten. Sie zeigt, dass mit und ohne Eigenverbrauch ähnliche Renditen wie 2012 derzeit möglich sind.

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