Erneuerbare übertreffen 2016 in Bayern erstmals die Atomkraft

Das bayerische Landesamt für Statistik hat in dieser Woche die Auswertungen zur Bruttostromerzeugung im Freistaat für das vergangene Jahr veröffentlicht. Demnach überholten die erneuerbaren Energien erstmals die Atomkraft. Insgesamt erzeugten die Erneuerbaren-Anlagen knapp 35,3 Terawattstunden sauberen Strom – eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Dies entspricht einem Anteil von 43,3 Prozent der Bruttostromerzeugung. Die AKW in Bayern lieferten mit 31,4 Terawattstunden dagegen weniger Strom als in den Vorjahren, wie aus der Statistik hervorgeht. Auf den Plätzen folgen Gaskraftwerke mit 9,3 Terawattstunden und die Steinkohle mit etwas über 4,0 Terawattstunden Bruttoerzeugung im vergangenen Jahr.

Den größten Beitrag unter den erneuerbaren Energien lieferten die Lauf- und Speicherwasserkraftwerke in Bayern. Sie erzeugten im vergangenen Jahr dem Landesamt zufolge 12,1 Terawattstunden Strom. Auf Platz zwei folgt die Photovoltaik. Mit 10,7 Terawattstunden Solarstrom erzeugten die Photovoltaik-Anlagen im Freistaat allerdings weniger Energie als im Jahr davor. 2015 kamen sie auf gut 11 Terawattstunden. Hinter Wasserkraft und Photovoltaik, die 14,9 respektive 13,2 Prozent an der Bruttostromerzeugung erreichten, folgt die Biomasse mit 8,7 Terawattstunden und die Windkraft kommt auf 3,2 Terawattstunden, wie aus der Statistik weiter hervorgeht.

Bayerns Wirtschafts- und Energieministerin Ilse Aigner gab sich erfreut über das Ergebnis, wonach das Land die bundesweit höchste Erzeugung aus regenerativen Quellen aufweist. „Der Spitzenplatz der erneuerbaren Energien bei Stromerzeugung in Bayern zeigt, wie erfolgreich die Energiewende in Bayern verfolgt wird. Der Freistaat liegt beim Ausbau der erneuerbaren Energien weit über Plan“, so die CSU-Politikerin. Ziel sei es, in Bayern bis 2025 einen Anteil von 70 Prozent Erneuerbare bei der Bruttostromerzeugung zu erreichen. Mehr als die Hälfte des Weges sei bereits geschafft, so Aigner weiter.