Pfalzsolar sichert Photovoltaik-Kraftwerke gegen Diebstahl

Pfalzsolar bietet Sicherheitskonzepte an, um Photovoltaik-Anlagen gegen Diebstahl zu sichern. Angesichts der jüngsten Zunahme von Moduldiebstählen empfehle es sich, die Sicherung direkt in die Planungsphase zu integrieren, hieß es von dem Projektentwickler und EPC-Dienstleister am Montag. Auch eine Nachrüstung von bereits im Betrieb befindlichen Solarparks sei möglich und könne sinnvoll sein. Um Diebstählen vorzubeugen, lohne sich die Investitions in ein Überwachungssystem, gerade bei Photovoltaik-Anlagen, die für Diebe leicht zugänglich seien. „Natürlich muss man das Risiko und wirtschaftliche Faktoren abwägen, bevor man in ein Überwachungssystem investiert“, erklärt Thomas Kercher, Geschäftsführer von Pfalzsolar. Nicht an allen Standorten sei das erforderlich. Doch es gebe Solarparks, da zahle sich eine solche Investition langfristig aus.

Das Photovoltaik-Unternehmen führt die steigende Zahl der Moduldiebstähle in der jüngsten Vergangenheit auch auf die anhaltende Konsolidierung bei den Photovoltaik-Herstellern zurück. So gebe es Photovoltaik-Anlagen mit Solarmodulen, die nun nicht mehr am Markt verfügbar seien, da es die Hersteller nicht mehr gebe. Dies schaffe eine Nachfrage und einen Markt für organisierte Verbrechen. Es würden Diebe beauftragt, die mehrere hunderte Module gezielt aus ausgewählten Solarparks entwendeten, heißt es bei Pfalzsolar weiter. Auf die Betreiber der Photovoltaik-Anlagen kämen damit Ertragsausfälle, hoher administrativer Aufwand und die Beschaffung von Ersatzmodulen zu.

Pfalzsolar sei dazu übergegangen, die Investition in ein Überwachungssystem gemeinsam mit den Investoren bei Neubauten anhand der Standortbedingungen genau abzuwägen. Dann werde entschieden, ob und welchem Umfang in eine Überwachung investiert werde. Aber bei einigen Anlagen sei auch die Nachrüstung sinnvoll, so etwa beim Solarpark der Energiegenossenschaft Südeifel Strom. Hier seien zehn Tag- und Nachtkameras mit externem Infrarotstrahler installiert worden. Sie ermöglichten eine Überwachung rund um die Uhr. Zudem erkenne eine intelligente Kamerasoftware jene Personen, die sich unerlaubt Zutritt zum Solarpark verschafften. Dann gehe ein Alarm bei der zuständigen Überwachungsleitstelle ein, die entsprechend eines vorgegebenen Interventionsplans schnell handeln könne. Die Installation des kompletten Überwachungssystems habe acht Tage gedauert. Insgesamt 1000 Meter Kabelgraben und etwa 3500 Meter Kabel seien dafür benötigt worden.