Kurze Amortisationszeiten für Gewerbespeicher

Fenecon Commercial 40-40

In einem Referenzprojekt aus dem Jahre 2016 demonstrierte Fenecon, wie eine Amortisationszeit von vier Jahren und weniger erreicht werden kann. In dem Beispiel hatte ein Energieversorger bei seinem Kunden, einer Pralinenfabrik, zwei Commercial 40-40 installieren lassen, in erster Linie, um für den Gewerbekunden die Kosten für die Netznutzung zu senken. Vor der Installation betrug die Spitzenlast im Unternehmen 218,3 Kilowatt. Der Netzbetreiber hatte für drei Monate im Januar, Februar und Dezember ein Hochlastzeitfenster von zwei Stunden am Tag vorgegeben und von September bis November von einer halben Stunde. Gerade in dieser Zeit sollte die Lastspitze um mindestens 100 Kilowatt unterboten werden. Durch den Speichereinsatz konnte eine Maximallast von nur 85,4 Kilowatt erreicht werden, was zu einer Rückerstattung durch die atypische Netznutzung von 17.600 Euro führte.

Darüber hinaus konnte der Speicher als Notstromsystem eingesetzt werden, wofür der Kunde einen Wertansatz von 10 Euro pro Arbeitstag (2.500 Euro pro Jahr) angesetzt hat. Außerhalb der Monate mit Hochlastzeitfenster kann der Speicher zusätzlich mit seiner vollen Leistung am Markt für Primärregelleistung teilnehmen, was weitere 3.200 Euro pro Jahr einspielt. Mit einer Gesamtsumme von mehr als 20.000 Euro pro Jahr liegt die Amortisation der Investition inklusive Vertriebsmargen und Installation bei 4 Jahren. Die Garantiezeit des Speichers beträgt dagegen fünf Jahre und außerdem wird eine 70-prozentige Kapazität in den ersten zwölf Jahren beziehungsweise für 6.000 Zyklen zugesichert.

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Wenn Ihr Energieversorger Ihnen leistungsabhängige Netznutzungsentgelte berechnet oder Sie in Hochlastzeitfenstern ihre Kosten aber nicht die Stromspitzen reduzieren wollen, kann der Speicher Lastspitzen kappen und Geld sparen. Außerhalb dieser Zeiten kann er sein Geld mit Primärregelleistung verdienen oder als Back-up die Notstromversorgung gewährleisten.

Wichtige Faktoren, um diese Amortisationszeit zu erreichen, sind die Leistung, die der Batteriewechselrichter bei der Be- und Entladung zur Verfügung stellen kann und das Speichermanagement, das mit den Anforderungen der unterschiedlichen Modelle zurecht kommen muss. Fenecon hat dafür ein Energiemanagementsystem entwickelt (FEMS), das mit verschiedenen Apps für die unterschiedlichen Anwendungen bespielt werden kann und stellt dieses auch als Open-Source-Software zur Verfügung (www.openems.io). Im Gegensatz zur privaten Speicherung von Solarstrom sind die jährlichen Einsparungen in gewerblichen Geschäftsmodellen nicht garantiert, sondern von externen Faktoren abhängig, wie den Festlegungen des Netzbetreibers zur atypischen Netznutzung und den Einnahmen, die ein Energiepartner über den Primärregelmarkt realisieren kann. Weitere Referenzprojekte von anderen Gewerbekunden wird Fenecon am 24. Mai beim pv magazine vorstellen.