PV-Symposium in Bad Staffelstein bleibt Treffpunkt

Bernd Porzelius fiel die Eröffnung des diesjährigen 32. PV-Symposiums erklärtermaßen schwer. Otti, der bisherige Veranstalter, wird zum 31. Mai seinen Geschäftsbetrieb einstellen. Es stand lange Zeit auf der Kippe, ob mit der Veranstaltung weitergeht. Ein Konsortium um Intersolar-Veranstalter Solar Promotion stellte sicher, dass der Branchentreff dieses Jahr stattfinden kann. Bei der Eröffnung verkündete Bernd Porzelius, Bereichsleiter Veranstaltungen bei Otti, dass es auch nächstes Jahr weiter geht. „Der deutlichste Beweis ist, dass Sie ab morgen bereits Zimmer für das nächste Jahr buchen können“, sagte er.

Wer der Veranstalter genau sein wird, konnte er noch nicht sagen. Die Gespräche darüber dauern an. In vier bis sechs Wochen erwartet er das Ergebnis. Bisher stehe nur fest, dass der Beirat unter den neuen Bedingungen weitermache und die Form der Veranstaltung beibehalten werde. In dem Beirat wirken die relevanten Forschungsinstitute und Verbände mit an der Programmgestaltung. Das Besondere des Symposiums sieht Porzelius genau darin, dass es über den Beirat in der Branche stark vernetze und keine rein kommerzielle Veranstaltung sei. Mit den 400 Teilnehmern in diesem Jahr lasse es sich aber auch wirtschaftlich ausrichten. Man hört, dass die Insolvenz von Otti nicht dem Erneuerbaren-Energien-Bereich geschuldet ist, sondern der Entwicklung in anderen Segmenten.

Die Statistik für dieses Jahr besagt, dass 30 Prozent der Teilnehmer von Forschungsinstitute kommen, 45 Prozent aus der Industrie, 10 Prozent aus dem Architekturbereich und fünf Prozent von Stadtwerken und Energieversorgern.

Seine Hochzeit hatte das Symposium in 2012 mit 1.030 Teilnehmern. Seitdem geht diese Zahl kontinuierlich zurück. Das liegt auch daran, dass die Branche insgesamt kleiner wird und ist auch von anderen Veranstaltungen bekannt. Im Vergleich zu anderen Veranstaltungen hat Otti vor einigen Jahren bewusst entschieden, auf PV-Systemtechnik zu fokussieren. Das heißt allerdings trotzdem, dass man „rechts und links schaut“, so Porzelius. Im Kloster Banz werden auch dieses Jahr Themen wie Blockchain, die Klimaschutzziele und die Netzintegration aufgegriffen. (Michael Fuhs)