Yingli richtet Sonderausschuss für Schuldenrückzahlung ein

Die Yingli Green Energy Holding Company Limited hat die Bildung eines Sonderausschusses bekanntgegeben. Dieser solle Optionen eingehend prüfen, wie die Schuldenprobleme der Tochtergesellschaften endgültig gelöst werden könnten, teilte der chinesischer Photovoltaik-Hersteller am Dienstag mit. Das Gremium aus unabhängigen Direktoren werde die operative und finanzielle Situation des Unternehmens bewerten sowie eine oder mehrere strategische Alternativen und mögliche Finanzierungspläne erarbeiten, um die Schuldenstruktur zu verbessern. Es sei kein Zeitplan festgelegt worden. Es sei „unvorhersehbar“, wie viel Zeit erforderlich sei, damit der Sonderausschuss seine Bewertung und Empfehlungen abgeben könne, hieß es bei Yingli weiter. Zudem seien keine Vorgabe gemacht worden. Zugleich gebe es keine Garantie, dass der Sonderausschuss oder der Vorstand des Herstellers jede strategische Alternative autorisieren werde. Yingli kündigte ferner an, keine weiteren Kommentare zu diesem Thema abgeben zu wollen, bis der Sonderausschuss eine bestimmte Transaktion genehmigt habe oder die Offenlegung weiterer Informationen notwendig werde.

Im Mai 2015 erklärte Yingli, seine kurzfristigen Schulden beliefen sich auf mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar. Seither sucht der chinesische Photovoltaik-Hersteller nach Lösungen, um seine Verbindlichkeiten zu restrukturieren. Es kam in der Folge zu einigen Zahlungsausfällen. Eine Einigung mit den Anleihegläubigern mit Papieren von 2011 und 2011, die 2016 eine Rückzahlung hätten erhalten sollen, blieb bislang aus. Hinzu kommt, dass Yingli nun auch nach Rückzahlungsoptionen einer Anleihe aus dem Jahr 2012 sucht, die am 3. Mai 2017 fällig wird. Mitte Februar erhielt der Photovoltaik-Hersteller von der New Yorker Börse (NYSE) die Aufforderung, binnen 90 Tagen einen Plan vorzulegen, wie er zur Einhaltung der Listing-Standards innerhalb der nächsten 18 Monate zurückkehren wolle. (Sandra Enkhardt)