Fake News? Nein, News!

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Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie haben es sicher schon gemerkt: Fake News sind die positiven Nachrichten vom Gewerbespeichermarkt sicherlich nicht. Den Batteriespeicher in der Pralinenfabrik, von dem in dem gefakten Tweet auf der Titelseite die Rede ist, gibt es wirklich. Über dessen Wirtschaftlichkeit können Sie sich auf Seite 55 selbst ein Bild machen. Auch die anderen Experten, denen wir Statements in den Mund gelegt haben, stehen zu ihren Aussagen, nachzulesen in der Roundtable–Diskussion ab Seite 46, zu der pv magazine geladen hat. Anlass war die Energy Storage, die im März in Düsseldorf stattfindet, und auf der pv magazine präsent sein wird. Wir werden online und mit Videointerviews berichten. Die Expertenrunde teilte einhellig die Einschätzung, dass sich der Markt bei allen Hindernissen, die noch bestehen, entwickelt. Ob er am Ende „wirklich so groß“ wird, wie ich auf der Titelseite getwittert habe, hängt natürlich auch davon ab, was man als groß empfindet.

Einer unserer gefakten Twitterer bietet zwar auch Gewerbespeicher an, ist in diesem Magazin aber mit einem anderen Thema präsent. Auf den Seiten 30 und 32 berichten wir über die Stromdienstleistungen, die mit Heimspeichern angeboten werden, und vergleichen Angebote von vier Unternehmen, die auf dem Gebiet tätig sind. Wie dynamisch die Branche ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass es zwei dieser Angebote zum Zeitpunkt der letzten pv magazine –Ausgabe noch gar nicht gab. Eines davon soll den Markt der Heimspeicher jetzt sogar für Mieter öffnen.

Um Fake News beim Prüfen von Solaranlagen zu vermeiden, berichten wir ab Seite 8 über eine Diskussion zwischen einer Expertin für Thermografie und einem Anbieter für modulaufgelöstes Monitoring. Sie vergleichen die Ergebnisse ihrer Methoden und diskutieren die Schlüsse, die sie daraus ziehen. Mit technischer Betriebsführung geht es dann weiter ab Seite 74. Dort finden Sie eine Übersicht der Anbieter und eine Diskussion der Auswahlkriterien.

Fake News gibt es natürlich trotzdem. In Deutschland tut sich in dieser Hinsicht auch die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hervor. Sie lamentiert wieder über den vergangenen „Solarboom im sonnenarmen Deutschland“ und präsentiert viele Zahlen. Sie unterschlägt unter anderem die hohen Folgekosten der fossilen Energien. Alles schon gehabt. In Deutschland ist Wahljahr. Lassen Sie uns in den nächsten Monaten genau hinschauen, welche Vorstellung die Parteien von einer nachhaltigen Energiepolitik haben. Auf www.pv-magazine.de werden wir darüber berichten, welche Aussagen korrekt sind und welche nicht.

Ihr Michael Fuhs

(Chefredakteur)

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