HTW Berlin: Weiterentwickeltes Wetterdatenportal wieder online

Die HTW Berlin hat ihr Wetterdatenportal mit größerem Angebot wieder online gestellt. Nach einer Wartungspause sei es nun mit neuen Features und Senoren wieder unterwetter.htw-berlin.de erreichbar, teilte die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin am Dienstag mit. Sekundengenau würden nun Windgeschwindigkeit und Windrichtung, Luftdruck, Lufttemperatur und Sonneneinstrahlung in vielen Facetten aufgezeichnet. Die hochwertigen Wetterdaten, die weiterhin frei zugänglich blieben, seien jedoch „kein Infotainment, sondern Grundlage für jedwede Forschung und Entwicklung in Sachen Energiewende“, hieß es weiter. Photovoltaik und Windkraft seien unter den Erneuerbaren die wichtigsten Energiequellen. Je genauer deren Verfügbarkeit dokumentiert werde, desto aussagekräftiger seien die Analysen eines künftigen Energiesystems.

„Wir haben unser Bestes gegeben und das Angebot eines der am häufigsten geklickten Wettermessdatenportale Deutschlands um weitere nützliche Umweltdaten ergänzt“, sagt Volker Quaschning, Solarexperte und Professor an der HTW Berlin. Bereits seit 2010 gebe es das Wetterdatenportal. Mit dem Relaunch sei die Datenbank für größere Mengen optimiert und um eine interaktive Darstellung der Messwerte ergänzt worden. Zudem könnten in dem Portal auch Messwerte für Solareinstrahlung auf der geneigten Ebene mit verschiedenen Ausrichtungen ermittelt werden. Der Fokus liege aber weiterhin auf der Vermessung der Sonnenenergie, hieß es weiter. Für eine bessere Photovoltaik- und Speicherforschung sei die Kalibrierung der Sensoren nun auf Sekundendaten eingestellt worden, vorher waren es Minutenmittelwerte. Diese reichten bei aktuellen Forschungsfragen aber meist nicht mehr aus.

„Ich freue mich sehr, dass wir unsere hochwertigen Wetterdaten auch weiterhin frei zur Verfügung stellen können“, sagt Quaschning. Dies sei ein Betrag von Forschung und Lehre zur Energiewende. Möglich sei dies, da das Land Berlin und der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) das Projekt förderten. (Sandra Enkhardt)