New Yorker Börse droht Yingli erneut mit Delisting

Die Yingli Green Energy Holding Company Limited ist von der New Yorker Börse (NYSE) aufgefordert worden, einen Plan vorzulegen, wie es zur Einhaltung der Listing-Standards innerhalb der nächsten 18 Monate zurückkehren gedenke. Eine entsprechende Benachrichtigung sei am 9. Februar erfolgt, teilte der chinesische Photovoltaik-Hersteller mit. Nun habe Yingli 90 Tage Zeit, um einen Plan bei der Börse einzureichen. Grund für die Aufforderung sei, dass die durchschnittliche Marktkapitalisierung des Unternehmens an 30 aufeinanderfolgenden Handelstagen weniger als 50 Millionen US-Dollar betragen habe. Auch das zuletzt ausgewiesene Eigenkapital habe weniger als 50 Millionen US-Dollar betragen.

Der chinesische Photovoltaik-Hersteller gab an, einen solchen Geschäftsplan in der vorgegebenen Zeit einreichen zu wollen. Dieser werde dann von der New Yorker Börse bewertet. Für den Fall, dass die NYSE den Plan akzeptiere, unterliege Yingli einer vierteljährlichen Überwachung zur Einhaltung während der 18 Monate. Für den Fall, dass der Plan als nicht ausreichend einstufe, drohe die Suspendierung von der Börse und ein Delistingverfahren.

Im Mai 2015 erklärte Yingli, mit kurzfristigen Schulden von mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar belastet zu sein. Seither sucht der chinesische Photovoltaik-Hersteller nach Lösungen, um seine Verbindlichkeiten zu restrukturieren. Es kam in der Folge zu einigen Zahlungsausfällen. Eine Einigung mit den Anleihegläubigern mit Papieren von 2011 und 2011, die 2016 eine Rückzahlung hätten erhalten sollen, steht noch aus. Hinzu kommt, dass Yingli nun auch nach Rückzahlungsoptionen einer Anleihe aus dem Jahr 2012 sucht, die am 3. Mai 2017 fällig werde. In den ersten Quartalen des vergangenen Jahres konnte Yingli immerhin wieder operative Gewinne einfahren. Im Zuge des ruinösen Preiskampfs angesichts massiver Überkapizitäten für Solarmodule weltweit rutschte auch Yingli wieder in die Verlustzone ab. (Sandra Enkhardt)