Dyesol erhält staatlichen Millionenzuschuss für Perowskite-Entwicklung

Dyesol Ltd. hat eine Zusage für einen Zuschuss über 2,5 Millionen australische Dollar – umgerechnet knapp 1,8 Millionen Euro – vom australischen Industrieministerium erhalten. Die Förderung laufe unter dem Cooperative Research Centre Projects (CRC-P)-Programm, teilte das australische Unternehmen am Mittwoch mit. Das Geld werde für ein 18-monatiges Forschungsprojekt gezahlt, bei dem großflächig Perowskite-Photovoltaik-Material auf Glassubstrat aufgebracht werden solle. Es sei eine Ergänzung zum groß angelegten Demonstrationsprojekt von Dyesol, um Prototypen für seine Technologie zu entwickeln.

An dem Projekt seien auch CSR Building Partners, CSR Viridian und CSIRO beteiligt, hieß es weiter. Ziel sei es, die Perowskite-Solarzellen-Technologie auf Glassubstrat zu kommerzialisieren. Mit dem Projekt würden dafür weitere Impulse und bessere Ergebnisse erwartet. Innerhalb der 18 Monate plane Dyesol den Schritt vom Prototypen hin zu einer Pilotlinie für seine Photovoltaik-Technologie in Australien zu schaffen. Dies sei ein erster wichtiger Schritt, um die angestrebte Massenfertigung zu erreichen.

Verschiedene Marktteilnehmer arbeiten derzeit an der Weiterentwicklung der Perowskite-Technologie. Erst im vergangenen Herbst hatte das britische Unternehmen Oxford PV den alten CIGS-Entwicklungsstandort von Bosch in Brandenburg an der Havel übernommen. Es will dort in den kommenden Jahren die Markteinführung seiner neuen Photovoltaik-Technologie auf Basis von Perowskite-Silizium-Solarzellen vorantreiben. Einen nicht-namentlich bekannten Industriepartner aus Asien hat Oxford PV dafür schon gefunden. (Sandra Enkhardt)