Elektromobilität als Treiber für Ausbau von Photovoltaik und Windkraft in Deutschland

Im „Energie BrainReport 2017“ haben die Berliner Analysten die Auswirkungen eines völligen Umstiegs auf Elektromobilität im Individualverkehr bis 2050 in Deutschland untersucht. Dabei habe sich gezeigt, dass insgesamt bis zu 63 Gigawatt mehr an Photovoltaik- und Windkapazitäten in Deutschland ermöglicht würden, hieß es am Mittwoch. Auf den Photovoltaik-Sektor entfielen nach dem Standard-Szenario dabei 22 Gigawatt. Energy Brainpool geht darin von einer installierten Photovoltaik-Leistung von 79 Gigawatt Photovoltaik-Leistung bis 2050 ohne Umstellung auf 100 Prozent Elektromobilität aus. (siehe Grafik)

Quelle: White Paper, Energy Brainpool

Zudem könnten die CO2-Emissionen des Privatverkehrssektors und der Stromerzeugung um rund 70 Prozent gegenüber 2015 reduziert werden. Als drittes wesentliches Ergebnis der Analyse nannte Energy Brainpool, dass die Auswirkungen auf die Höhe des Strompreises gering seien. Allerdings nehme die Volatilität der Strompreise durch den höheren Anteil Erneuerbarer leicht zu.

„Die zukünftige Entwicklung der Mobilität ist ein entscheidender Faktor, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen“, erklärte Tobias Kurth, Geschäftsführer bei Energy Brainpool, mit Blick auf die Ergebnisse. Die Umstellung der Mobilität trage entscheidend zur kostengünstigen Dekarbonisierung bei.

Die Bundesregierung hat zwar im vergangenen Jahr eine Kaufprämie für Elektroautos aufgelegt.Diese wird jedoch bislang kaum in Anspruch genommen. Vom selbst erklärten Ziel, bis 2020 rund eine Millionen Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen, ist die Bundesregierung noch weit entfernt.

Seinen aktuellen Jahresbericht mitsamt der Analyse wird Energy Brainpool offiziell in der kommenden Woche auf der E-World in Essen präsentieren. (Sandra Enkhardt)