Schweiz: Hohe Kompetenz in Photovoltaik-Forschung und Industrie

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Der Schweizer Bundesrat verabschiedete am Freitag den Bericht „Photovoltaik-Forschung und -innovation in der Schweiz – aktuelle Entwicklungen und Fördermaßnahmen des Bundes“. Er sei überzeugt, die Schweiz verfüge sowohl bei der Photovoltaik-Forschung als auch der Solarindustrie über eine hohe Kompetenz. Der Bericht erfülle das Postulat 10.3080 „Photovoltaik-Forschung. Stärkung und Abstimmung auf Industriebedürfnisse“ des ehemaligen Nationalrats Max Chopard-Acklin vom März 2010, so der Bundesrat am Freitag.

Hintergrund des Postulats sei es gewesen, die Photovoltaik-Forschung in der Schweiz zu stärken und damit die Weiterentwicklung der Technologie zu beschleunigen. Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima habe das Land seine Energiepolitik seit März 2011 neu ausgerichtet. So sei im Jahr 2013 das nationale Kompetenzzentrum für Photovoltaik am Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique (CSEM) in Neuchâtel aufgebaut. Als ein weiteres Ergebnis habe das Parlament in diesem Herbst das erste Maßnahmenparkt für die „Energiestrategie 2050“ verabschiedet.

Nach Ansicht des Bundesrats sind eine Vielzahl der geforderten Maßnahmen bereits umgesetzt und es werde derzeit daran gearbeitet. Die wichtigsten Erkenntnisse des Berichtes seien, dass die Photovoltaik-Kosten aufgrund der rasant wachsenden Märkte stark gesunken seien. Die Schweizer Solarindustrie sei trotz des globalen Wettbewerbs und der starken Exportausrichtung gut aufgestellt. In Teilbereichen seien Schweizer Wissenschaftler und Hersteller international führend. Die gute Auftragslage für die Schweizer Solarindustrie sei auf die großen Anstrengungen bei Forschung und Entwicklung zurückzuführen. So gebe es industrielle Umsetzungen von Innovationen und Förderungen durch die öffentliche Hand. Die Forschungsgelder für die Photovoltaik hätten sich von rund 17 Millionen Schweizer Franken auf rund 33 Millionen Schweizer Franken 2014 nahezu verdoppelt, so der vom Bundesrat verabschiedete Bericht weiter.

Auch in den kommenden Jahren werde ausreichend Fördergeld benötigt, um die Lücke zwischen Grundlagen- und industrienaher Forschung zu schließen. Kompetenzaufbau und -erhalt sowie mittel- und langfristige Innovationen seien entscheidend. Der Bericht sieht Potenzial für Neuheiten speziell im Bereich der gebäudeintegrierten Photovoltaik. Eine zentrale Rolle dabei spiele das CSEM. Insgesamt sei die Vernetzung von Hochschulen und Industrie in der Schweiz stark ausgeprägt, so ein weiteres Ergebnis des Berichts. (Sandra Enkhardt)

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