Trina Solar: Glas-Glas-Module in großem Maßstab

Glas-Glas-Module eignen sich besonders für Projekte und werden in großen Stückzahlen produziert. „Bereits zehn Prozent der Produktion sind Doppelglasmodule“, sagt Pierre Verlinden, Chief Scientist von Trina.

Damit schätzt das der chinesische Hersteller deutlich anders ein als einige europäische Hersteller. Diese sehen in Glas-Glas-Modulen vor allem ein Produkt für kleinere und mittlere Dachanlagen und damit als Nische für sie.

Im folgenden lesen Sie die Antworten von Stefan Ringbeck, Product Marketing Manager bei Trina auf die Frage, warum das Unternehmen  mit einem pv magazine Webinar Technologiegethemenin die Öffentlichkeit bringen will und wie er Glas-Glas-Module einschätzt.

pv magazine: In Europa werden Glas-Glas-Module oft so diskutiert, dass sie vor allem für Eigenheime geeignet seien und daher nur ein Nischenprodukt, das sich für heimische Hersteller eignet. Sie haben als Trina darauf einen ganz anderen Blick, oder?

Stefan Ringbeck: Wir sehen in Glas-Glas-Modulen eine Lösung für zuverlässige Solarkraftwerke auch unter härtesten Einsatzbedingungen. In Asien werden die Module bereits in vielen Projekten eingesetzt, um dem tropischen Klima zu trotzen. Der Ersatz des Backsheets durch eine zweite Glasschicht hat viele Vorteile, u.a. Reduzierung des PID-Risikos und eine verringerte Degradation. Wir sind von der Doppelglas-Technologie so überzeugt, dass wir unsere lineare Leistungsgarantie für diese Modultypen von 25 auf 30 Jahre erweitert haben.

Was wünschen Sie sich für eine bessere Glas-Glas-Model Montage auf dem Dach?

Für die Montage auf dem Dach sind neue Systeme gefordert mit enger Zusammenarbeit der unterschiedlichen Disziplinen, Dachhaut / Dacheindeckung, Montagesystem und Modul. Nicht zu vergessen einen höheren Standardisierungsgrad. Außerdem ist es erforderlich, bei den installierenden Gewerken Hemmnisse und Vorurteile abzubauen, insbesondere durch Schulungen, und sie bezüglich der Handhabung rahmenloser Module zu qualifizieren.

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pv magazine Webinar: Future PV – Welche Zell- und Modultechnologien erlauben nachhaltige Preissenkungen?

Dienstag, 15. November, 16:00 bis 17:00

Es wird um die aktuellen Technologien wie Perc und Glas-Glas-Module gehen, um Fragen für den Anwender (lichtinduzierte Degradation, Haltbarkeit, Auswirkungen auf Erträge) und um einen Blick in die Zukunft (u.a. Pert, IBC und Perovskite). Wir zeigen außerdem ein Teil des Videointerviews mit Pierre Verlinden, Chief Scientist und Leiter des Entwicklungszentrums von Trina, Initiativpartner des Webinars.

In dem Webinar präsentieren Götz Fischbeck, Smart Solar Consulting, und Michael Fuhs, Chefredakteur pv magazine zu Technologieentwicklung und typischen Fragen von Anwendern. Ihre Recherchen und Analysen diskutieren sie mit Giso Hahn, Professor an der Universität Konstanz. Webinar Teilnehmer können bei der Anmeldung und während des Webinars per Chatfunktion fragen an alle drei Diskutanten stellen.Zur Anmeldung *****************************************

Woran liegt es, ob sie eine Technologie durchsetzt?

Indem sie wirtschaftliche Vorteile bietet oder neue Möglichkeiten eröffnet, idealerweise beides in Kombination.

Welchen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit hat der Wirkungsgrad?

Ein höchstmöglicher Wirkungsgrad spielt eine wichtige Rolle, da hierdurch BoS-Komponenten eingespart werden können und die installierte Kapazitäten steigt. Zusätzlich ist wichtig, dass der Ertrag stimmt. Der Wirkungsgrad bestimmt entscheidend auch die Wirtschaftlichkeit der Produkte.

Warum ist Ihnen das Thema Technologie so wichtig, dass Sie das als Initiativpartner des Webinars voranbringen wollen?

Bei Trina Solar steht die technologische Entwicklung im Zentrum unseres Denkens und Handelns; unser Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit kontinuierlich zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit mit anderen Energiequellen zu verbessern.  Mit unserem firmeneigenen Entwicklungslabor und einem internationalen Forscherteam erreichen wir Leistungsweltrekorde in Serie und haben bereits über 700 Patente erhalten. Wir wirken bei der Entwicklung neuer Qualitätsstandards in der Solarbranche mit, zum Beispiel bei der IEC. Unsere eigenen Produkttests gehen über solche Standards noch weit hinaus.  All dies zeigt, wie wichtig Qualität und Technologie für uns sind. Als Marktführer ist es für uns selbstverständlich, dies in die Branche hineinzutragen und möglichst viele Fachleute an der Diskussion über neue Technologien teilhaben zu lassen.

Die schriftlichen Fragen stellte Michael Fuhs