Deutschland weiter sehr attraktiv für grüne Anleihen

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Deutschland konnte Platz 5 in dem „Renewable energy country attractiveness index“ (Recai) von Ernst & Young behaupten. Insgesamt hätten die europäischen Länder im Vergleich zum Mai wieder deutlich an Boden gewonnen, teilte das Beratungsunternehmen am Mittwoch mit. Damals war Europa in dem halbjährlich veröffentlichten Index sogar hinter die Schwellenländer zurückgefallen. In der Attraktivitätsskala von Oktober rangiert Deutschland unverändert hinter den USA, China, Indien und Chile auf dem fünften Rang. Frankreich konnte einen Platz gut machen und liegt nun an siebter Stelle. Dies sei vor allem auf die angekündigten neuen Ausschreibungen für drei Gigawatt Photovoltaik sowie den Bau einer Fabrik für die Solarstraßen zurückzuführen.

Großbritannien rutschte nach dem Brexit-Votum weiter ab und liegt mit Platz 14 so schlecht wie noch nie in dem Index. Dazu beigetragen hat auch die Genehmigung für das AKW Hinkley Point C, hieß es weiter. Mit Belgien (18.), Schweden (20.), Irland (30.), Norwegen (32.) und Finnland (35.) finden sich weitere europäische Länder in der Liste der 40 attraktivsten Länder für grüne Anleihen.

„Den europäischen Ländern fehlt die Flexibilität, die aufstrebende Märkte bei der Transformation ihrer Energieindustrie haben“, erklärte Ben Warren, Recai-Chefautor bei Ernst & Young. Ihre größte Hürde sei es, die Erneuerbaren in ihre historisch gewachsene zentralisierte konventionelle Stromerzeugung zu integrieren. Daher hätten einige europäische Länder ihre Ambitionen beim Ausbau der erneuerbaren Energien wieder zurückgeschraubt, jedoch es gebe in den letzten Monaten auch wieder neue vielversprechende Programme auf dem Kontinent, so Warren weiter.

Bei den grünen Anleihen hat Europa nach dem Report weiterhin mit Abstand den größten Anteil. Insgesamt seien seit 2007 Erneuerbaren-Anleihen mit insgesamt 54,9 Milliarden US-Dollar ausgegeben worden; gefolgt von Nordamerika mit 19,8 Milliarden US-Dollar und Asien mit 4,5 Milliarden US-Dollar. (Sandra Enkhardt)

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1 comment

  1. Zwar schon ein wenig her aber sowohl erfreulich wie logisch die Position der grünen Geldanlagen und es würde mich schwer wundern, wenn bei diesen Investitionen inzwischen etwas anders geworden wäre. Immerhin sind wir hierzulande auch kritischer gegenüber Fracking und sehen auch die Probleme der klassischen Kohlenutzung, da wird man offener für andere Konzepte als in Übersee. Konnte da selbst auch gute Erfahrungen mit Anleihen machen, sowohl bei einem Photovoltaikangebot als auch bei der Deutschen Lichtmiete Invest, sind ja sowohl die Solartechnologien als auch die moderne LED Beleuchtung stromsparend und erhaltend. Um die normalen Sicherheitschecks über die Ratings und Bilanzen der Firmen kommt man nicht herum aber wenn man etwas recherchiert, kann man bei alternativen Anlagen genauso wie bei klassischen mit einem geringen Risiko investieren. Sicherheit und Rendite müssen sich ja nicht widersprechen, wenn man weiß, was man tut.

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