Centrotherm restrukturiert Siliziumgeschäft

Im Kernsegment Photovoltaik und Halbleiter hat die Centrotherm Photovoltaics AG ihren Umsatz in den ersten sechs Monaten von 38,4 auf 42,0 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr steigern können. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) fiel mit 1,1 Millionen Euro erneut positiv aus, wie der Anlagenbauer aus Blaubeuren am Donnerstag mitteilte. Dabei hätten das 2014 eingeleitete Kostensenkungs- und Effizienzprogramm sowie die sehr gute Auftragslage beigetragen. Der Auftragseingang im Kernsegment sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu verdreifachen worden. Im ersten Halbjahr habe Centrotherm neue Aufträge im Gesamtvolumen von 85,4 Millionen Euro verzeichnet.

Die erfreuliche Geschäftsentwicklung in den Segmenten Photovoltaik und Halbleiter sowie Dünnschicht und Sonderanlagen habe das Halbjahresergebnis im Segment Silizium nicht kompensieren können, hieß es weiter. Dort seien die Umsatzerlöse aufgrund des Baufortschritts im Großprojekt in Katar wie erwartet deutlich geringer aus als im Vorjahreszeitraum ausgefallen. Der Umsatz im Segment Silizium habe in den ersten sechs Monaten bei 12,3 Millionen Euro gelegen, nach 40,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBIT habe mit -2,9 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahresergebnis gelegen, dass aber auch durch einen Sondereffekt aus der Abrechnung eines Kundenprojektes in Höhe von 8,2 Millionen Euro positiv beeinflusst gewesen sei. Im ersten Halbjahr seien bei der im Segment Silizium tätigen Tochtergesellschaft Sitec Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet und teilweise bereits umgesetzt worden. Der strategische Fokus liege unverändert auf der Erfüllung des Großauftrags im Zusammenhang mit der Errichtung der Polysiliziumfabrik in Katar.

Insgesamt sank der Konzernumsatz im ersten Halbjahr von 86,0 auf 61,9 Millionen Euro, wie Centrotherm weiter mitteilte. Das EBIT habe bei -1,7 Millionen Euro gelegen – nach einem Gewinn von 10,6 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2015. Der Auftragsbestand sei hingegen deutlich verbessert und liege zu Ende Juni bei 142,6 Millionen Euro. Der Vorstand sei daher weiterhin zuversichtlich, dass die Prognose für das laufende Jahr noch erreicht werden kann. So werde ein Umsatz zwischen 120 und 150 Millionen Euro angestrebt. Im Segment Silizium lägen die Umsatzerwartungen allerdings deutlich unter Vorjahresniveau, was vor allem in der Fokussierung des Großprojekts in Katar und den damit einhergehenden Umsatzrückgang durch den Baufortschritt begründet liege. Insgesamt erwartet der Centrotherm-Vorstand mindestens ein ausgeglichenes Ergebnis für das laufende Jahr. (Sandra Enkhardt)