Sonneninvest startet drittes Crowdfunding

pv magazine: Sonneninvest startet nun diedritte Crowdfunding-Runde bei Econeers. Was bieten Sie der Crowd diesmal?

Michael Richter (Foto): Beim bevorstehenden Funding bieten wir den Investoren die Möglichkeit, in ein Portfolio bestehend aus fünf Solarkraftwerken der Sonneninvest zu investieren. Ebenso wie beim letzten Crowdfunding verteilt sich das Investmentrisiko somit auf mehrere Anlagen, die unabhängig voneinander Erträge erwirtschaften. Wenn eines der Kraftwerke in einem Jahr weniger Kilowattstunden produziert, kann dies von den anderen Anlagen wieder ausgeglichen werden. Alle Kraftwerke sind bereits am Netz und werden gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit gesetzlich festgesetzten Einspeisetarifen vergütet. Die Einnahmen aus dem Stromverkauf liegen bei rund 1.150.000 Euro jährlich. Das Kapital der Investoren wird zum Ankauf von zwei Solarkraftwerken in Kodersdorf bei Görlitz in Sachsen verwendet. Beide Kraftwerke konnten in den vergangenen Jahren überdurchschnittliche Erträge erzielen und befinden sich technisch in einem einwandfreien Zustand. Wir freuen uns sehr, unseren Investoren auch in der aktuellen Niedrigzinsphase eine sinnvolle Investmentmöglichkeit mit attraktiver Verzinsung zwischen 4 Prozent und 4,5 Prozent jährlich anbieten zu können.

Wie sieht Ihr Investmentangebot an die Investoren im Detail aus?

Das bewährte Vergütungssystem der letzten beiden Fundings haben wir beibehalten: 4 Prozent Grundverzinsung p. a. – auch in schlechten Sonnenjahren. Produzieren die Anlagen mehr Strom, steigt auch die Rendite der Crowd, im besten Fall auf 4,5 Prozent. Zusätzlich bieten wir Schnellentschlossenen einen „Early-Investor-Bonus“ von zusätzlichen 1,5 Prozent im ersten Jahr. Somit erhöht sich der Zinssatz einmalig auf mindestens 5,5 Prozent, im bestmöglichen Fall sogar auf 6 Prozent. Die Investmentlaufzeit beträgt zehn Jahre. Investoren können aber auf Wunsch bereits nach 5 Jahren kündigen und dann wieder frei über Ihr Kapital verfügen.

Wie hoch ist die Fundingschwelle und auf welche Einnahmen hoffen Sie durch das Crowdfunding?

Die Fundingschwelle haben wir bei 100.000 Euro festgelegt. Daher sind wir zuversichtlich, in der dritten Crowdfunding-Runde das Fundinglimit von 1,5 Millionen Euro erreichen zu können. Ich freue mich persönlich über jeden einzelnen Investor der mit uns ein Zeichen setzt und selbst Teil der Energiewende wird.

Sie haben in den ersten beiden Runden mehr als eine Million Euro erhalten. Wofür haben Sie das Geld verwendet?

Das Geld wurde vertragskonform wie folgt investiert: Im Jahr 2014 beim Projekt „Langenbogen“ für den Ankauf des Solarparks Langenbogen sowie im Jahr 2015 beim „Sonneninvest Deutschland“ Crowdfunding für die (teilweise) Refinanzierung von drei bereits am Netz befindlicher Solarkraftwerke. Generell verfolgen wir die Strategie bereits am Netz befindliche Kraftwerke vorab zu erwerben und danach durch Crowdfundings zu refinanzieren. Das somit frei werdende Eigenkapital verwenden wir dann wieder zum Ankauf neuer Solarparks.

Bei guten Ertragswerten haben Sie eine zusätzliche Rendite für die Crowdinvestoren versprochen. Gab es diese?

Ja, wir freuen uns sehr, dass unsere Econeers-Investoren im Jahr 2015 Bonuszinsen erhalten haben. Die Investoren des Solarpark Langenbogen, der 2014 über Crowdfunding finanziert wurde, haben eine Zinszahlung in Höhe von 4,75 Prozent erhalten. Besonders flinke Investoren konnten sich mit dem Early-Investor-Bonus im ersten Jahr sogar 6,25 Prozent sichern. Investoren der Sonneninvest Deutschland aus dem Vorjahr erhalten im kommenden September erstmals Zinsen. Nach drei Quartalen liegen die Stromerträge um 3,5 Prozent über Plan. Wir sind optimistisch, allen Investoren unserer bisherigen beiden Crowdfundings im September Bonuszinsen auszahlen zu können.  

Die Fragen stellte Sandra Enkhardt.