Solarpark in Frankreich für 7,17 Cent pro Kilowattstunde realisiert

In Deutschland sinken die Gebote für die Photovoltaik-Freiflächenanlagen von Runde zu Runde und erreichten in der 4. Runde einen Durchschnittswert von nur noch 7,41 Cent pro Kilowattstunde. Es bleibt abzuwarten, wann und viele Photovoltaik-Kraftwerke zu diesen Preisen hierzulande realisiert werden. In Südfrankreich hat die dortige Tochtergesellschaft des Dresdner Projektierers WSB Neue Energien nun ein Projekt zu noch günstigeren Konditionen realisieren können. Allerdings sind die Grundvoraussetzungen dafür nicht unbedingt mit Verhältnissen in Deutschland vergleichbar.

Das Photovoltaik-Kraftwerk „Cavillargues“ nahe Avignon mit 4,2 Megawatt Leistung entstand inmitten einer mediterranen Heidelandschaft. Die Einstrahlungswerte in der südfranzösischen Region liegen bei durchschnittlich 1576 Kilowattstunden pro Quadratmeter, wie WSB Neue Energie am Mittwoch mitteilte, dessen Tochter VSB énergies nouvelles den Solarpark entwickelt und installiert hat. Insgesamt seien 16.440 polykristalline Solarmodule von Benq binnen drei Monaten verbaut worden. Für den Solarstrom gebe es einen über 20 Jahre laufenden Stromabnahmevertrag mit dem Versorger EDF über 7,17 Cent pro Kilowattstunde. Entscheidenden Einfluss auf den angebotenen Einspeisetarif hatten vor allem Kostenoptimierungen im Planungs- und Bauprozess, wie es bei WSB Neue Energie weiter hieß. Auch beim Betrieb der Anlage sei man zuversichtlich, weitere „Potenziale zu heben“, sagte Emmanuel Macqueron, Geschäftsführer der VSB énergies nouvelles. (Sandra Enkhardt)