China installiert 7,14 Gigawatt Photovoltaik-Leistung im ersten Quartal 2016

Chinas Nationale Energiebehörde (NEA) hat am Freitag die offizielle Photovoltaik-Statistik für das erste Quartal vorgelegt. Demnach hätten die neuen Photovoltaik-Installationen eine Gesamtleistung von 7,14 Gigawatt erreicht. Davon entfielen 6,17 Gigawatt auf große Freiflächenanlagen und 970 Megawatt auf sogenannte „distributed“ PV-Projekte, also vorwiegend dezentrale Dachanlagen. Die kumulierte Photovoltaik-Leistung im Land habe 50,31 Gigawatt erreicht, wobei knapp 43,3 Gigawatt auf Solarparks entfielen.

Weiterhin Probleme gebe es aber beim Netzanschluss der Photovoltaik-Anlagen. Die gesamte Stromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen habe im ersten Quartal bei 11,8 Milliarden Kilowattstunden gelegen, hieß es weiter. Die Ausfallrate wegen Netzengpässen gab NEA für das erste Quartal 2016 mit 13,87 Prozent an. In den ersten neun Monaten des Vorjahres habe sie noch bei etwa zehn Prozent gelegen. Besonders betroffen von den Abschaltungen wegen fehlender Netzkapazitäten seien die Provinzen Xinjiang, Gansu und Ningxia. Dort lägen die Raten bei 51, 39 und 20 Prozent. Im März gab die NEA die Order aus, dass vorübergehen alle Erneuerbaren-Energie-Projekte vorübergehend auf Eis gelegt werden sollten, bis die Netzengpässe behoben seien.

Die Statistiken von NEA zeigten zugleich, eine wachsende Differenz bei der Verteilung des regionalen Photovoltaik-Zubaus. Immer mehr Projekte würden im Osten, der Mitte und dem Süden des Landes realisiert. Erstmals seien im ersten Quartal in diesen Regionen insgesamt mehr Photvoltaik-Anlagen als im Norden Chinas zugebaut worden. Dies könnte zum einen an den Netzproblemen liegen, die sich auch negativ auf die Renditen der Projekte auswirkten. (Vincent Shaw, übersetzt und bearbeitet: Sandra Enkhardt)

Der Originalartikel erschien aufwww.pv-magazine.com.