Tesla präsentiert neues Modell für Mittelklasse

Wahrscheinlich wählt Tesla-Chef Elon Musk immer extra den 31. März für die Präsentation seiner Neuheiten – um nicht für einen Aprilscherz gehalten zu werden. Vor einem Jahr hatte er die neue Tesla Powerwall vorgestellt, die nun langsam in einigen Ländern wieder Deutschland, Australien und Großbritannien wirklich verfügbar ist und installiert wird. Nun präsentierte er seine Pläne für ein Mittelklasse-Elektroauto. Der Tesla „Model 3 soll eine Reichweite von 345 Kilometern haben, wie es auf der Website heißt. Zudem sei eine Beschleunigung von 0 auf 100 in sechs Sekunden mit dem neuen Fünfsitzer möglich. Mit einer 5-Sterne-Sicherheitsbewertung solle es das sicherste Auto seiner Klasse werden. Den Preis vor steuerlichen Anreizen gibt Tesla mit 35.000 US-Dollar an. Bereits jetzt kann man sich das neue Modell reservieren. Die ersten Auslieferungen werden aber erst Ende 2017 beginnen, wie es weiter heißt. Diese sollten zunächst an der Westküste der USA erfolgen, danach an der Ostküste. Mit einem weiteren Hochfahren der Produktionen würden dann Lieferungen nach Europa, die Asien-Pazifik-Region sowie weitere Märkte erfolgen. Ein gleichzeitiger Start in allen Märkten sei nicht möglich, da es leicht unterschiedliche Anforderungen in den verschiedenen Ländern gebe, so Tesla weiter.

Die Auslieferungen der Tesla Powerwall hatte Musk vor einem Jahr für den Sommer/Herbst angekündigt. In der Realität werden die Photovoltaik-Hausspeicher erst seit diesem Jahr installiert und die Auslieferung an die Partner in den verschiedenen Ländern läuft gerade langsam an. Immerhin schaffte Musk mit seiner Ankündigung des Einstiegs in den Speichermarkt einen regelrechten Hype für das Thema, von dem auch deutsche Speicherhersteller im vergangenen Jahr angesichts der steigenden Nachfrage profitieren konnten. Ob er nun einen ähnlichen Aufmerksamkeitsschub für die Elektromobilität auslösen wird, muss sich zeigen. Die Bundesregierung, die noch meilenweit von ihrem Ziel, eine Million Elektrofahrzeuge bis 2020 auf deutsche Straßen zu bringen, würde es sicher freuen. Sie ringt derzeit noch um eine Kaufprämie für Elektroautos, um die Nachfrage anzukurbeln. (Sandra Enkhardt)